Große Freude im Dorf Kikélé in Benin

Erweiterungsbau der Krankenstation konnte eingeweiht werden

St. Ingbert. Der St. Ingberter Verein „Perspektiven für Benin e.V.“ konnte in Zusammenarbeit mit dem Partnerverein W.E ONG im westafrikanischen Benin ein weiteres Projekt in Kikélé (über 5 000 Einwohner) abschließen: Im Beisein von Vertretern des Gesundheitsministeriums des Landes, der Gesundheitsbehörde des Departements, des Krankenhauses und des Bürgermeisters der Gemeinde Bassila, der Krankenpflegerinnen, der W.E ONG sowie vielen Dorfbewohnern wurde der Erweiterungsbau der Krankenstation in Kikélé feierlich eingeweiht – mit Reden, Tänzen und Gesängen.

Der Vorsitzende der W.E ONG Nabiou Soumanou dankte auch allen Mitgliedern und Sponsoren des Vereins „Perspektiven für Benin e.V.“ ganz herzlich für die vielen Spenden, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Denn endlich müssen kranke Männer, kranke Frauen und Schwangere nicht mehr zusammen in einem Raum liegen. Das Zusatzgebäude besteht aus zwei getrennten Krankenzimmern für Frauen und Männer, zwei Behandlungsräumen, einem Sprechzimmer, einem Wartezimmer und einer kleinen Außenterrasse. Und das alte Gebäude wird jetzt als reine Entbindungsstation genutzt.

Wie bei allen Projekten des Vereins half die Bevölkerung beim Bau kräftig mit: Die Männer des Dorfes hoben die Gräben für das Fundament aus, die Frauen transportierten Wasser und Sand für die Fertigung der Betonsteine zur Baustelle und bereiteten täglich die Mahlzeiten für die Bauarbeiter.

Ermöglicht wurde die Finanzierung durch eine großzügige Zuwendung der Globus-Stiftung und zahlreiche Einzelspenden, wofür sich „Perspektiven für Benin e.V.“ ganz herzlich bedankt. Die komplette Einrichtung wurde ebenfalls über den Verein finanziert: außer dem Mobiliar und zehn Krankenbetten Matratzen, Moskitonetze, sogar ein Rollstuhl sowie dringend benötigte medizinische Geräte und medizinisches Material. Alles wurde in Benin selbst gekauft und damit die Wirtschaft des Landes unterstützt.

Nach Abschluss dieses Projektes wird sich „Perspektiven für Benin e.V.“ auf Bitte der Partnerorganisation „W.E ONG“ auf die Beleuchtung der umliegenden Dörfer durch Solarsysteme konzentrieren. „Alle diese Orte liegen weitab von der staatlichen Stromtrasse und bleiben ab 19 Uhr vollkommen im Dunkeln“, erklärt der Vorsitzende Peter Thiel. Weil sich das Leben zum großen Teil außerhalb der einfachen Lehmhäuser abspielt, haben die Dorfbewohner selbst inständig um Solarlaternen auf Plätzen und Wegen ihrer Dörfer gebeten. „Perspektiven für Benin e.V.“ hofft auf weitere Mithilfe durch Spenden. red./tt

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