Grippeimpfstoff übergeben

Stiftung spendet für wohnungslose Menschen

SAARBRÜCKEN Dank einer Spende der Peter und Luise Hager Stiftung von 170 Grippeimpfdosen kann die Diakonie Saar Menschen ohne Krankenversicherung oder die in prekären Wohnsituationen leben eine Grippeschutzimpfung anbieten. Durchgeführt wird die Impfung in der Praxis „Medizinische Grundversorgung für Wohnungslose“ im Haus der Diakonie Saarbrücken (Johannisstraße 6) durch ehrenamtlich engagierte Ärzte.

Da der Gesundheitszustand durch die sehr belastenden Lebensumstände von vielen wohnungslosen Menschen schlecht ist, sind unterstützende Hilfemaßnahmen von großer Bedeutung. Infektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen sind weit verbreitet und lassen sich auf der Straße kaum kurieren. Damit gehören die Betroffenen zu den Risikogruppen, die auch der erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, an einer Virusgrippe zu erkranken.

Susanne Trockle, Vorstandsmitglied der Peter und Luise Hager Stiftung, besuchte die Praxis und übergab das Impfserum an Sozialarbeiter Oliver John. Sie erzählte, wie die Idee zustande kam: „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr hat unsere Betriebsärztin Dr. Doris Albrecht-Rypalla vorsorglich mehr Impfdosen bestellt. Von dieser Mehrbestellung sind nun noch 170 Impfdosen übrig, die nicht in Anspruch genommen wurden.“

Die Diakonie wird nun über ihre Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die in Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis und Neunkirchen auf der Straße unterwegs sind und nach den Menschen schauen, über die Grippeimpfmöglichkeit informieren. Aber auch die Wärmestuben, der „Kältebus Saarbrücken“, die Notschlafstelle oder „Ingos Kältehilfe“ können die Menschen an die Praxis der Diakonie, nicht nur zur Grippeschutzimpfung, vermitteln.

Sprechstunde in der Praxis für Wohnungslose ist immer mittwochs von 9 bis 12 Uhr.red./tt

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de