Gravierender Schimmelbefall

Kitabetrieb muss nach den Ferien ausgelagert werden

LAUTZKIRCHEN Eigentlich sollten die Sanierungsmaßnahmen in der Kita Lautzkirchen in den Kitaferien durchgeführt und anschließend die Einrichtung planmäßig zum Beginn des neuen Kitajahres wieder geöffnet werden. Nun haben sich im Verlauf der Sanierungsarbeiten neue, weitaus gravierendere Schäden herausgestellt, die unbedingt vor einer Wiedereröffnung behoben werden müssen.

Das wohl in den 50er Jahren in kirchlicher Trägerschaft entstandene Gebäude wurde 2002 übergeben. Vermutlich wurde es zuletzt vor rund 20 Jahren von der Kirche saniert und dies offensichtlich nicht ordnungsgemäß, wie sich nun nach und nach herausstellt. Bereits zweimal hatte es seit der Übernahme durch die Stadt Blieskastel Probleme mit Schimmelbildung gegeben, zuletzt Anfang 2020 in einem kleinen Bereich in einer Raum-Ecke im Obergeschoss. Nach einer ordnungsgemäßen Sanierung wurden schließlich Messungen vorgenommen, die keine Neubelastung ergaben. Das damalige Gutachten empfahl jedoch den Einbau einer Lüftungsanlage, um die zeitweise erhöhte Feuchtigkeit im Gebäude abzuführen. Diese Maßnahme hatte die Stadtverwaltung nunmehr für die zweite Ferienhälfte anvisiert.

Am 27. Juli waren die Arbeiten bereits in vollem Gange, Kernbohrungen wurden ausgeführt, die beauftragte Lüftungsbaufirma war bereits vor Ort, zusätzlich war der Einbau einer neuen, gasbetriebenen Wärmepumpe vorgesehen, das Brauchwassersystem sollte überarbeitet werden. Als dann jedoch planmäßig im Erdgeschoss Deckenabhängungen geöffnet wurden, zeigte sich darunter stellenweise ein dunkler Befall, hier besteht Verdacht auf schwarzen Schimmel. Zur Sicherheit wurde umgehend der Umweltmedizinische Service Saarbrücken informiert, das gesamte Gebäude besichtigt, weitere Decken geöffnet und Proben in ein Fachlabor geschickt. Überprüfungen der Decken ergaben, dass es in dem Objekt wohl bereits in früheren Jahren zu Schimmelbefall gekommen sein dürfte, noch bevor die Stadt Träger der Einrichtung wurde.

Aufgrund der Problematik ruhen nun die Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss des Hauses, nur im Obergeschoss, Spitzboden und Kellergeschoss sowie an der Außenanlage darf derzeit weitergearbeitet werden. Erst nach Abschluss der Maßnahmen zur Schimmelbeseitigung können wieder Handwerker die eigentlich vorgesehenen Bauarbeiten im Erdgeschoss durchführen. Nach Einschätzung des zuständigen Bauamtes bei der Stadtverwaltung dürfte die Sanierung rund vier Wochen beanspruchen.

Der städtische Beigeordnete Guido Freidinger ist nach ersten Ortsterminen derzeit im Gespräch mit den zuständigen Stellen, um geeignete Ausweich-Alternativen für die Betreuung zu finden. red./dos

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