„Gesunde Stadtteile, starke Kernstadt“

SPD-Bürgermeisterkandidat Christoph Rehlinger plädiert für mehr Zusammenhalt

MERZIG Die Kreisstadt wird sich erfolgreicher weiterentwickeln, wenn die Stadtteile ihre Stärken ausspielen können. Viele Menschen vor Ort hätten das Gefühl, dass dies in der Vergangenheit zu kurz gekommen sei, berichtet der SPD-Bürgermeisterkandidat Rehlinger. Dies habe er in vielen Gesprächen bei seinen Hausbesuchen geschildert bekommen. „Es sind die verschiedensten Dinge, die aus den Ortsteilen gemeldet werden. Deshalb will ich ein Bürgermeister vor Ort sein und schnelle direkte Lösungen anbieten“, so Rehlinger.

„Ich stamme aus dem größten Stadtteil und bin in den Kleinsten gezogen. Ich weiß wo der Schuh drückt“, so Rehlinger weiter. Er möchte ein Bürgermeister werden, der mehr Verantwortung den Stadtteilen überlässt. Dies werde beispielsweise bei künftigen Infrastrukturentscheidungen seine Richtschnur. „Die Rahmenbedingen müssen in allen Stadtteilen stimmen, damit das Leben überall lebenswert bleibt. Gerade dort müssen auch Infrastruktur und Nahversorgung stimmen. Es macht keinen Sinn, für zwei Brötchen den Stau in Richtung Innenstadt zu verlängern“, so der Kandidat.

Für ein Erstarken der Stadtteile sei Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung wichtiger denn je. „Dafür braucht es Investitionen in Begegnungsstätten für Jung und Alt, Spiel- und Sportplätze, Gemeinschaftshäuser, Bürgerbusse oder Mitfahrerbänke. Hier will ich Geld ausgeben, damit es bei den Menschen auch ankommt und der Zusammenhalt gestärkt wird“, führt Rehlinger an.

Bei der Entwicklung der Kernstadt brauche es Weitblick: „Dabei geht es insbesondere darum, dass nicht jede freie Fläche zubetoniert wird, damit die Menschen auch in Zukunft noch Rückzugsgebiete haben, in denen man sich auch wieder sorgenfrei aufhalten kann. Die Bürger sollten nicht das Gefühl haben, dass die Entwicklung der Stadt Merzig nur zugunsten von Privatinvestoren erfolgt, sondern auch alle Interessen berücksichtigt und die Entscheidungen dem Gemeinwohl entsprechend getroffen werden und auch mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird.“

Um wieder mehr Zusammenhalt in der Kreisstadt zu organisieren, müssten aber auch nach den vielen Jahren des Verzichts und der Einsparungen die Vereine gestärkt werden. „Vereine bringen nicht einfach nur Menschen zusammen. Sie begleiten und stärken einen das ganze Leben lang – oft schon, sobald man die ersten Schritte macht. Das ist und war bei mir nicht anders“, sagt Rehlinger. In Zeiten, in denen es für Vereine aber immer schwerer werde, müsse gelten: Wir packen gemeinsam für unsere Vereine an. Rehlinger dazu: „Der Saarlandpakt bringt weiteres Geld für Merzig. Das will ich auch dafür verwenden, unsere Vereine zu stärken.

Dadurch werden steigende Vereinszuschüsse, die gezielte Modernisierung von Sportplätzen und Vereinshäusern oder auch die Stärkung des Ehrenamtes und der Hilfsdienste über verschiedene Maßnahmen möglich.“ Auch von seiner Idee des städtischen Vereinsmanager werden die Vereine profitieren.red./ti

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