Gestärkt wieder zurück

Kanuslalom: Ulf Jung beeindruckt beim U18 Deutschland-Cup

ZWEIBRÜCKEN Nach der verpassten Qualifikation zur Junioren Nationalmannschaft war Slalomkanut Ulf Jung noch am Boden zerstört. Doch bereits fünf Tage später stellte er unter Beweis, dass er ein Vollblutsportler ist, denn dazu gehört auch Niederlagen wegzustecken und gestärkt wieder zu kommen.

Im österreichischen Lofer findet alljährlich Rennen 1 und 2 der insgesamt vier Regatten des Deutschland-Cups der Jugend- und Juniorenfahrer (Jahrgang 2000 – 2003) statt. Die Wassersportfreunde Zweibrücken waren mit den Brüdern Ulf (Jahrgang 2000) und Holger Jung (Jahrgang 2002) vertreten. „Es ist die vielleicht beeindruckendste und schönste Naturslalomstrecke in ganz Europa“, beschreibt WSF-Trainer Angel Perez den anspruchsvollen Flussabschnitt auf der Saalach.

Am ersten Wettkampftag fuhr Ulf Jung im Qualifikationslauf souverän unter die besten zehn Starter, der insgesamt 57 Paddler und im folgenden Finale belegte er dann den 5. Platz. Trainer Stefan Loch, der die beiden WSF-Kanuten in Österreich betreute, war sehr zufrieden: „Das war schon richtig stark und ohne die zwei Torstabberührungen und somit vier Strafsekunden, wäre Ulf schon auf das Treppchen gefahren.“

Am zweiten Tag glänzte der 18-jährige Höheischweilerer auf ganzer Linie. Auch hier qualifizierte er sich sehr sicher für das Top-Ten-Finale und zauberte einen Finallauf auf das Wasser der Saalach, der eigentlich nicht besser gefahren werden kann. Mit sage und schreibe fünf Sekunden Vorsprung – im Kanuslalom eine halbe Ewigkeit – siegte er mit einer Zeit, die sogar bei den parallel startenden Herren Rang Drei bedeutet hätte. „Jeder in Deutschland weiß, welch ein exzellenter Slalomfahrer Ulf ist und er hat sich momentan Rang zwei im Gesamtklassement des U18 Deutschland-Cups redlich verdient“, resümierte Coach Loch.

Der zwei Jahre jüngere Holger deutete ebenfalls an beiden Renntagen an, dass mit ihm mittelfristig zu rechnen ist. Sowohl freitags als auch samstags fuhr er im Qualifikationslauf auf Rang dreizehn und es fehlte nicht all zu viel, um in das A-Finale der besten Zehn zu paddeln. Allerdings konnte er sein Leistungsvermögen in den jeweiligen B-Finalläufen nicht ganz abrufen. So unterliefen ihm am ersten Tag im Finale zwei grobe Fahrfehler, wie Trainer Loch betonte, „an sehr schwierig gehängten Abwärtskombinationen“, so dass er nur 53er wurde und am zweiten Tag paddelte er im B-Finale mit sechs Strafsekunden (drei Torstabberührungen) auf den Platz 21. Somit belegt er im Moment im Gesamtklassement Platz 32, doch ohne weitere Ausrutscher könnte er in den Rennen drei und vier im tschechischen Budweis noch einen großen Sprung nach vorne machen.red./dos

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