Geschischdscher unn Gedischdscher

Über die saarländische Lebensart: 15 Jahre Mundart in einem Buch von Georg Fox

Köllertal. Wegen der Corona-Pandemie muss eine Buchvorstellung der üblichen Art entfallen. Trotzdem informiert der örtliche Buchhandel über die Neuerscheinungen auf dem saarländischen Buchmarkt. Wenn man im Saarland von „Pladd“ redet, meint man natürlich die Mundartsprache, von denen es im Saarland gleich zwei gibt:

Rheinfränkischer und moselfränkischer Dialekt. Man nutzt das Wort „pladd“ aber auch in dem Zusammenhang, dass jemand erstaunt und überrascht ist. Diese Doppeldeutigkeit der Wörter ist typisch für die Mundart. Mit solchen Varianten seiner Sprache spielt der Püttlinger Schriftsteller Georg Fox in seinen Texten und hinterfragt dabei die saarländische ­Lebensart.

Jemand hat einmal geschrieben: „Fox versteht es wie kaum ein anderer, die Seele des Saarländers in hintersinnige Texte zu verpacken!“ Dies trifft es sicherlich, wenn man danach fragt, welche Bedeutung die Mundart für den Schriftsteller hat. Fox versucht einer saarländischen Philosophie nachzuspüren, etwa wenn es um die Flemm geht oder die „Baufillesefie“ untersucht wird. Fox versteht es, typische saarländische Denkmuster aufzudecken. In einer Zeitungskritik konnte man lesen: Er hat in diesem Buch seine besten Mundartgedichte versammelt, darunter manche preisgekrönten Texte, die mehrfach erste Auszeichnungen erhielten.

Das Buch „Dòò bischde Pladd!“ enthält eine Auswahl der Mundart-Kolumnen der SZ, die in den Jahren 2005 – 2020 veröffentlicht wurden. Zusätzlich wurden diese Texte ergänzt durch Gedichte, die in der gleichen Zeit entstanden sind. Manche dieser Gedichte sind bisher noch nie in einem Buch veröffentlicht worden.

„Dòò bischde Pladd!“, 108 Seiten, Verlag Libri, ISBN:978-3-7526-0669-0, 12,80 Euro, Buchhandel und Internet.red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de