Geschichte unter der Schüler-Lupe

Hochwald-Gymnasium erhielt beim Geschichtswettbewerb einen Förderpreis

WADERN „Die Trennung zwischen Stamm- und Restkreis Merzig(-Wadern): Welche Auswirkungen hatte dieser tiefgreifende Umbruch auf die Bewohner der Region?“ Dieser Frage gingen die Klassen 7c und 7d des Hochwald-Gymnasiums im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2018/2019 zum Thema „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ in kreativen Projekten nach.

Begehrte Förderpreise auf Landesebene

Der Beitrag wurde von den Tutorinnen Dr. Tina Schweitzer und Aline Baltes betreut.

Im Rahmen des größten historischen Forschungswettbewerbs für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre, ausgerichtet von der Körber-Stiftung in Hamburg, haben die Schüler des HWG Wadern einen der begehrten Förderpreise auf Landesebene gewonnen.

Die Landespreisverleihung fand dieser Tage im Rathaus von St. Johann statt. Ausgezeichnet wurde ihre intensive und mühselige Recherche-Arbeit über die Trennung des Landkreises Merzig-Wadern infolge des Versailler Vertrages. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Kreis in einen Stamm- und Restkreis geteilt. Während die heutigen Gemeinden Weiskirchen, Losheim und Wadern als Restkreis Merzig(-Wadern) beim Deutschen Reich verblieben, gehörte der Stammkreis Merzig zum „Saargebiet“, das der Verwaltung des Völkerbundes unterstellt wurde.

Die Trennung des ehemaligen Landkreises galt damit als Sinnbild der Krise, die mit einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruch einherging. Dabei beschäftige die jungen Teilnehmer besonders die Frage, welche Auswirkungen diese neue Grenze auf die Bewohner im Hochwald hatte.

Dazu besuchten sie den ehemaligen Grenzort Hargarten, führten Zeitzeugengespräche und interviewten Experten zum Thema. Unterstützung erhielten sie u.a. von Volkmar Schommer, der seit vielen Jahren über Regionalgeschichte schreibt, von Herbert Dewes, der als zweiter Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Hargarten tätig ist, und Hans Ludwig.

Selbst gestaltete Karten zum Kreis Merzig-Wadern

Ihre Ergebnisse dokumentierten die Schüler beispielsweise in selbst gestalteten Karten zum Kreis Merzig-Wadern und in Comics.

Während der Projektarbeit haben die beiden Klassen viel über Lokalgeschichte gelernt. Und sie haben erfahren, wie spannend es ist, Geschichte selbst aktiv zu erforschen.

red./ti

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