Gemeinsam zu Europa bekannt

Erasmus+ Projekt an der Gemeinschaftsschule Bruchwiese

SAARBRÜCKEN Die Gemeinschaftsschule Bruchwiese, deren Schülerinnen und Schüler etwa 48 Nationen angehören, ist seit 2016 Erasmus+ Schule in den Bereichen strategische Schulpartnerschaften und internationale Lehrerfortbildungen. Gemäß ihres Schulprofils „Schule ohne Rassismus“ wendet sich die Schule gegen Vorurteile und erzieht ihre Schülerinnen und Schüler zu kultureller Offenheit und im Sinne des europäischen Gedankens als Einheit in Vielfalt.

Projektthema: Übergang von der Schule zum Beruf

Das aktuelle Erasmus+ Projekt, das auf Initiative der Realschullehrerin Nicole Abdeli zurückgeht, startete 2018 und läuft zwei Jahre. Es beschäftigt sich mit der Thematik Berufsvorbereitung und mit dem Übergang von der Schule zum Beruf. „Wir untersuchen verschiedene Karriereoptionen junger Menschen im In- und Ausland“, so Abdeli.

Und so waren auch vom 26. September bis zum 3. Oktober Jugendliche und Lehrer aus drei Nationen in der Gemeinschaftsschule zu Gast: Italien, Portugal und der Türkei. Durch diese Begegnungen werden die gewonnenen Erfahrungen nicht nur virtuell per Videokonferenz ausgetauscht, sondern die Partner können auch vor Ort neue Erkenntnisse über die im Jahre 2018 gegründete Schülerfirma „iStitch“ gewinnen.

Schulische Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen

Ziel ist es, Kontakte zur realen Arbeitswelt zu intensivieren, indem die Schule Kooperationen mit Unternehmen als Wirtschaftspaten eingeht. Dabei stehen der Schule in der Schülerfirma Führungskräfte beratend zur Seite und ermöglichen Schülerpraktika. In diesem Zusammenhang war von der IHK während der Projektwoche Charlotte Schneiders in der Schule, um deutschen Schülern und Gastschülern das System der dualen Berufsausbildung in Deutschland zu erläutern, das in dieser Form ein weltweit einzigartiges Modell für den Übergang von der Schule in das Berufsleben darstellt. Auch Auszubildende haben die Möglichkeit durch Erasmus+ gefördert zu werden und Europa auf ganz persönliche Weise besser kennenzulernen.

Brücken bauen zwischen jungen Menschen

Diesen Aspekt unterstrich auch Europaminister Peter Strobel, der die Erasmus-Gruppe in seinem Ministerium empfing: „Mit dem Erasmus+ Projekt baut die Europäische Union Brücken zwischen jungen Menschen. Es sind Erfahrungen fürs Leben.“

Neben der schulischen Arbeit hatten die Gäste natürlich auch Gelegenheit das Saarland kennenzulernen. Schon fast ein Pflichtprogramm ist die Saarschleife mit der Besichtigung der Firma V & B in Mettlach. Weiterhin standen auf dem Programm die „Unterwelt“ des Saarbrücker Schlosses, eine Stadtrallye durch Saarbrücken, die Stadt Saarlouis und Freizeiten für Shopping, Eine Teilnahme am Schulfest der Gemeinschaftsschule Bruchwiese begeisterte die Jugendlichen ebenso wie Einblicke in die Erlebnispädagogik.

Identifikation mit Europa und Erhaltung des Friedens

In abschließenden Stellungnahmen kam die Bedeutung des Erasmus+ Projektes zum Ausdruck: Die italienische Lehrerin Antonella wies ebenso wie ihr portugiesischer Kollege Ricardo darauf hin, dass die meisten Schüler nur ihr eigenes Land kennen, dieses Projekt aber Horizonte öffnet für andere Kulturen, Vorurteile abbaut und dazu beiträgt, die Identifikation mit Europa zu stärken. Burcu, eine türkische Schülerin, brachte es auf den Punkt: „Wir alle sind Bürger dieser Welt, egal, wo wir herkommen. Wir müssen uns bemühen, den Frieden in Europa zu erhalten, ihn auf die ganze Welt ausweiten.“ wh

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