Gemeinsam mächtig ins Zeug gelegt

Einweihung des Brenschelbacher Spielplatzes

BRENSCHELBACH Die Kinderaugen leuchteten und alle freuten sich, dass die Umgestaltung des 15 Jahre alten Spielplatzes hinter dem Dorfgemeinschaftshaus beendet war und er endlich benutzt werden kann.

Gleich nach Beginn der Eröffnung herrschte viel Betrieb auf der Schaukel, das Kletterseilgerät wurde auf Herz und Niere getestet, die kleinen Schaukeln wippten wie auch der Bagger im Sandkasten seine ersten Schaufeln füllte. Ortsvorsteherin Yvonne Malter war mächtig stolz auf ihre Brenschelbacher, die in einer beispielhaften Gemeinschaftsarbeit mit rund 600 Arbeitsstunden ehrenamtlich für die neue Attraktion gesorgt hatten.

„In vier größeren Arbeitseinsätzen haben sich jeweils bis zu 15 Personen mächtig ins Zeug gelegt, aber auch einige Landwirte des Dorfes haben ihre Maschinen zur Verfügung gestellt“, wusste die Dorfchefin zu berichten. So seien Bagger und Radlader eingesetzt worden. Ohne sie hätte das rund 25000 Euro teure Projekt nicht realisiert werden können. Zuletzt wurden auf das rund 280 Quadratmeter große Gelände noch 70 Kubikmeter Rindenmulch ausgebracht, auch um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Neben den genannten Spielgeräten komplettieren der obligatorische Sandkasten und eine größeres Klettergerüst mit Rutsche sowohl mit Teilen für Kinder über als auch unter drei Jahren das Angebot. Zudem entstand ein Holzhäuschen, in dem sich die Mütter und Väter ausruhen und ihre Schützlinge beaufsichtigen können. Malter dankte auch der Stadt Blieskastel. Deren Baubetriebsmitarbeiter haben die Schaukel aufgebaut sowie kleinere Arbeiten wie das Säubern und Instandsetzen der schon vorhandenen Spielgeräte übernommen.

Aber nicht nur die körperliche Arbeit, auch die Finanzierung stellte eine Gemeinschaftsleistung dar. So kam das notwendige Geld aus dem Budget des Ortsrates, der Kasse des Vereins zur Förderung der Dorfgemeinschaft und von der Jagdgenossenschaft, die ihre beiden letzten Auszahlungen der Dorfgemeinschaft und hier den Kleinsten zur Verfügung gestellt hatte.

Malter kündigte an, dass jeweils zur Hälfte aus dem Ortsratsbudget und der Stadtkasse bald zwei neue Stelen für den Friedhof angeschafft werden sollen. Damit werde die kostengünstigste Bestattungsform innerhalb der Stadt Blieskastel ausgeweitet. Zudem sei geplant, auf dem Gottesacker eine Baumbestattungsmöglichkeit herzurichten. Auch werde der Hang gegenüber der Kirche mit einer Gardiolenwand begrünt.

Im Laufe der nächsten Jahren soll ein Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus, dem kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des knapp 500 Seelen zählenden Dorfes erweitert werden.

Ausfallen muss wegen der Corona-Pandemie das Dorffest, das am ersten Augustwochenende stattfinden sollte. Ob die Kirmes Ende Oktober durchgeführt werden kann, das hängt laut Malter von den Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie und den daraus sich ergebenden Vorschriften ab.red./ott

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