Gemeindeübergreifend investiert

Freizeitweg durch die Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler wird bezuschusst

SÖTERN Bei einem Ortstermin an der alten Bahntrasse in Sötern haben die Bürgermeister der Gemeinden Freisen, Karl-Josef Scheer, Nohfelden, Andreas Veit und Nonnweiler Dr. Franz Josef Barth den Zuschuss des Bundesumweltministeriums über rund 4,97 Millionen Euro aus den Händen von Landrat Udo Recktenwald in Empfang nehmen dürfen.

Mit dem Bescheid tritt gleichzeitig auch die Förderzusage des saarländischen Wirtschaftsministeriums in Kraft. Somit wird das Projekt nochmals mit 3,2 Millionen Euro unterstützt. „Endlich können wir mit dem Bau des 30 Kilometer langen Freizeitweges loslegen. Damit haben die Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler, der Landkreis St. Wendel, das saarländische Wirtschaftsministerium und der Bundesumweltministerium eine gemeinsame Finanzierung auf den Weg gebracht, die für das St. Wendeler Land ein herausragendes touristisches und alltagstaugliches Rad- und Freizeitverkehrsprojekt darstellt“, erklärte Landrat Udo Recktenwald.

Er spielt dabei darauf an, dass die an der ehemaligen Bahntrasse gelegenen Gewerbegebiete ebenso wie die Gemeinschaftsschule in Türkismühle durch den neuen Weg auch für Fahrradfahrer leichter zu erreichen sind. Man erhofft sich damit – neben den touristischen Effekten – Verkehr vom Auto auf das Fahrrad verlagern zu können.

Bürgermeister Scheer bemerkte: „Neben der gelungenen Verbindung der drei Gemeinden für Freizeitnutzer und eventuell auch Berufstätige freuen wir uns in Freisen besonders darüber, dass mit der Eisernen Brücke ein Bauwerk in das Projekt mit aufgenommen wurde, das nach der Renovierung ein echtes Highlight des Radweges darstellen wird.“ Insgesamt 30 Brückenbauwerke werden im Zuge der Maßnahme auf der gesamten Streck saniert.

„Die Gemeinde Nohfelden hat in den vergangenen Jahren den ÖPNV-Verknüpfungspunkt Bahnhof Türkismühle aufwendig um- und ausgebaut. Mit dem neuen Radweg, der perfekt an den Bahnhof angebunden wird, leisten wir einen großen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Alltagsradverkehrs. Der neue Weg wird – nicht zuletzt durch seine Nähe zum Bostalsee – aber auch ein weiterer Mosaikstein im touristischen Angebot der Region sein. So können Touristen, Tagesgäste und Einheimische gleichermaßen profitieren“, begrüßte Bürgermeister Veit das Bauvorhaben.

„Der Streckenabschnitt zwischen Nonnweiler und Bierfeld ist mit dem Viadukt und zwei Tunneln besonders attraktiv“, freute sich Nonnweilers Bürgermeister Dr. Barth über das Projekt. „Durch den Nonnweiler Streckenabschnitt wird der Lückenschluss zwischen dem Trier-Ruwer-Radweg und der Fritz-Wunderlich-Radweg vollzogen. 17 Rastplätze stehen den Gästen dabei auf den 30 Kilometern zur Verfügung“, bemerkte er abschließend.

Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für 2023 vorgesehen. Teilabschnitte sollen bereits früher nach Fertigstellung freigegeben werden. jam

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