Gelebte Gesundheitskooperation

Europaabgeordnete Nathalie Griesbeck besuchte die SHG-Kliniken Völklingen

VÖLKLINGEN Nathalie Griesbeck sitzt für den Wahlkreis Ostfrankreich im Europäischen Parlament (EP) und ist unter anderem stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des EPs. In dieser Funktion interessiert sie sich auch für die Aktivitäten im Sozial- und Gesundheitsbereich in der grenzüberschreitenden Großregion.

„Es freut mich, heute einen Einblick in Ihre Arbeit zu erhalten und die grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung dort kennenlernen zu dürfen, wo sie gelebt wird!“, sagte MEP Nathalie Griesbeck direkt bei Ankunft im Foyer der SHG-Kliniken Völklingen, wo sie der stellvertretende Verwaltungsdirektor P. Zwirner, der Chefarzt der Kardiologie Dr. med. C. Özbek und der Chefarzt der Herz-Thorax-Chirurgie Prof. Dr. med. R. Seipelt in Empfang nahmen.

Die EU Direktive über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung ermutigt die Mitgliedstaaten in Artikel 10 „in Grenzregionen bei der Erbringung grenzüberschreitenden Gesundheitsleistungen zusammenzuarbeiten“. Diese Ermutigung aus Europa haben sich die SHG-Kliniken Völklingen im wahrsten Sinne des Wortes „zu Herzen“ genommen. Das HerzZentrum Saar der SHG-Kliniken Völklingen hat den Kontakt zu den französischen Nachbarkrankenhäusern gesucht und gefunden.

Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund: Können wir die Versorgung und die Chancen unserer Bürgerinnen und Bürger in der Grenzregion durch unsere Zusammenarbeit verbessern? Können wir uns ergänzen und Synergien schaffen? Können wir voneinander und miteinander lernen? Es folgte der Aufbau von zwei Kooperationen im Bereich Pflegeausbildung und kardiologische Akutversorgung, die ganz im Sinne der Patientinnen und Patienten in unserer Region stehen.

„Letztes Jahr durften wir diese deutsch-französischen Erfolge gemeinsam feiern. Gleichzeit war es auch der Moment, sich in Erinnerung zu rufen, dass wir noch lange nicht am Ziel sind – gerade wenn wir an unsere Partner in Saargemünd denken“, schloss der stellvertretende Verwaltungsdirektor Peter Zwirner seine einleitenden Worte, bevor es in eine offene Gesprächsrunde ging. Während dieser stellte MEP Nathalie Griesbeck gezielt Fragen auch zu Hemmnissen: Administrative Hürden? Sprachbarrieren? Unterschiede in den Gesundheitssystemen?

Am Ende zeigte sich MEP Nathalie Griesbeck beeindruckt von der Tiefe und Breite der Kooperation und ihrer Sinnhaftigkeit für die Menschen in der Region.

„Ob es möglich wäre, diese Kooperationsbeispiele im Europäischen Parlament vorzustellen?“, lautet daher auch ihre Frage zum Ende des Rundgangs durchs Herzkatheterlabor an die Chefärzte. „Diese Gesundheitskooperation im Sinne unserer Patienten lebt von dem guten Miteinander der Partner. Daher wäre es uns eine Herzensangelegenheit gemeinsam mit unseren Chefarztkollegen aus Forbach, davon berichten zu können!“, freuten sich Dr. med. C. Özbek und Prof. Dr. med. R. Seipelt über die Einladung. red./jb

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