Gegen Husten und Geschwüre einzusetzen

Naturpark-Wildkräuterküche im Herbst: Das Pfennigkraut

WEISKIRCHEN Das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) hatte im Mittelalter seinen festen Platz in fast jedem Bauerngarten.

Wegen seiner vielen heilenden Eigenschaften wurde es auch Tausendkrankheitskraut genannt. Zur Zeit Hildegard von Bingens wurde Pfennigkraut vor allem gegen Husten und Geschwüre eingesetzt.

Pfennigkraut kulinarisch

Als Küchenkraut wird Pfennigkraut nur wenig verwendet. Die kleinen, leicht säuerlichen Blätter eignen sich jedoch gut für Würzkräutermischungen. Das Wildkraut steht fast ganzjährig zur Verfügung und kann vor allem den Winterspeiseplan bereichern.

Pfennigkraut heilwirksam

Das Pfennigkraut kann als Tee oder Saft und äußerlich in Form von Umschlägen und Badezusätzen angewendet werden.

Es wirkt antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend und schmerzstillend.

Wertvolle Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Saponine, Schleimstoffe.

Vor allem bei Augenentzündung, Blasenentzündungen, Durchfall, Ekzeme, Halsschmerzen, Husten, Haut- und Magenschleimhautentzündungen, Pickel, Rheuma, Wunden wird das Wildkraut angewendet.

Die Blüten und Blätter ergeben zusammen einen köstlichen Tee, welcher an Grüntee erinnert. Für den Tee werden Blüten und Blätter und Wurzeln verwendet.

Einen Esslöffel getrocknetes oder frisches Pfennigkraut mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.

Boden und Standort

Das Pfennigkraut wächst etwa fünf Zentimeter in die Höhe und kommt auf feuchten Böden, in Wassergräben, Uferböschungen und in feuchten Gebüsche vor. Weitere Infos ginbt ers zum Beispiel unter www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/pfennigkraut. Informationen über den Naturpark gibt es bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil unter Tel. (06503) 9214-0 und E-Mail an info@naturpark.org.red./ti

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