Fußballerischer Hans Dampf

Die Gemeinde Spiesen-Elversberg dankt Reinhold Beth für sein Engagement

SPIESEN Mit einem Empfang im Rathaus würdigte die Gemeinde Spiesen-Elversberg Reinhold Beth, der letztes Jahr die Sportplakette des Saarlandes bekommen hat.

Sie richtet sich an Menschen, die sich herausragend ehrenamtlich in Sportvereinen und -verbänden engagieren. Denn: „Ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen wäre der organisierte Sport im Saarland nicht lebensfähig!“, wie Sportminister Klaus Bouillon bei der Verleihung in der Staatskanzlei feststellte.

Reinhold Beth aus Spiesen war 2018 einer der Geehrten, und dafür bedankte sich seine Gemeinde nun mit einem feierlichen Empfang. Für ein Engagement, das eine solch hohe Auszeichnung bekommt, sollte mehrfach „danke“ gesagt werden, meint Bürgermeister Reiner Pirrung. Zum einen, weil dadurch der Name der Gemeinde und des Heimatortes Spiesen überregional in den Blickpunkt gerät, und zum anderen für das Engagement selbst und für alle, die davon profitieren.

Beth ist bereits seit über 60 Jahren Mitglied bei Borussia 09 Spiesen, gehört seit 1962 dem Vorstand an und hatte zahlreiche Funktionen und Ämter inne: zweiter Vorsitzender, Beisitzer, Spielausschussvorsitzender, Mannschaftsbetreuer, Vertreter der nichtaktiven Mitglieder und AH-Vorsitzender. Ein „fußballerischer ‚Hans Dampf in allen Gassen‘“ also, so Pirrung.

1996 wurde er aufgrund seiner vielfältigen Verdienste zum Vereinspräsidenten bestellt. Außerdem betätigte er sich immer wieder ehrenamtlich als Handwerker an den baulichen Anlagen des Vereins. So half er tatkräftig mit, die vereinseigene Sportstätte auf dem Gänseberg zu errichten und zu unterhalten, und packte mit an, wenn das Sportlerheim umgebaut oder der Platz erneuert wurden.

Beispielsweise wurde die Erneuerung des Kunstrasenplatzes im letzten Jahr zwar von der Gemeinde unterstützt, doch brachte der Verein einen Löwenanteil in Eigenleistung auf, woran Beth maßgeblich beteiligt war.

Der gelernte Dachdecker reparierte sogar unentgeltlich Dächer und Fassaden in der Nachbarschaft des Sportplatzes, wenn mal ein Ball über die Umzäunung drosch und einen Ziegelstein oder eine Fassadenplatte zertrümmerte.

„Unser Land lebt davon, dass sich Menschen freiwillig und ehrenamtlich einsetzen, unter anderem im Bereich des Sports“, lobte Pirrung. „Sie begleiten Kinder und Jugendliche mit großer Verantwortung in ihrer Entwicklung und sorgen dafür, dass der Sport für viele auch zur Gesundheitsförderung und zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.“

Für diese Lebensarbeit spricht er „Jogi“, und auch seiner Gattin Anne im Namen der Gemeinde einen herzlichen Dank aus: „Denn eins ist auch ganz klar, ohne die Unterstützung der Ehefrau bzw. der gesamten Familie wäre dies alles nicht möglich.“ sg

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