Für Endverbraucher kostenlos

Saarlandweit erster EU-geförderter Hotspot am Busbahnhof Aßweiler installiert

ASSWEILER Als erste Gemeinde im Saarland ist Aßweiler mit dem neuen, für Endverbraucher kostenlosen EU-Hotspot ausgestattet. Bürgermeister Bernd Hertzler (SPD) und Ortsvorsteher Roland Engel (CDU) sowie Jürgen Dukar (Stadtverwaltung, EDV) waren die ersten, die den Netzzugang ausprobierten.

Roland Engel hatte vor exakt zwei Jahren den Antrag bei der Stadt eingereicht, wonach besondere öffentliche Räume im Stadtgebiet mit Fördermitteln der EU sogenannte Hot-Spots einrichten können. „Versorgt werden also nicht etwa komplette Stadtteile, sondern jeweils Kernzentren, die für Bewohner, Gäste und Touristen eine besondere Bedeutung haben. In Aßweiler ist dies der Busbahnhof und der angrenzende Dorfplatz mit Biergarten zwischen dem Gasthaus Schuwer und dem OGV-Vereinsheim, wobei der Radius 100 Meter beträgt“, hielt Volker Musebrink von der ausführenden Forma Intersaar fest.

Vor allem die Schüler und die Businsassen beim Umsteigen und die Gäste der Ausflugsbusse zum Schuwer dürften sich darüber freuen. Insgesamt 150 Gerätebesitzer könnten sich jetzt für zwölf Stunden einwählen, bei Bedarf, etwa Festen, könnte der Kundenbedarf für einen Tag auch erhöht werden.

Der Projektstart in Aßweiler erfolgte über den bereits vorhandenen nahe gelegen Internetanschluss des Feuerwehrgerätehauses, von wo aus der WLAN-Router der Firma Intersaar verbunden ist. Das machte allerdings ein Upgrade von den vorhandenen 16 Megabit auf die von der EU vorgegeben mindesten 32 Megabit Geschwindigkeit erforderlich. Zur optischen Verschönerung regte Roland Engel an, den an einer der Blumenampeln an der Vorderseite angebrachten Netzkasten entweder nicht sichtbar nach hinten zu drehen oder den Netzkasten in den Ortsfarbe blau anzustreichen.

Der von der EU bereitgestellte Förderbetrag in Höhe von 20000 Euro für Aßweiler dient dabei zur Deckung von Geräte- Software und Installationskosten, die Stadt trägt die laufenden Betriebskosten sowie Bereitstellungs- und Wartungskosten für die Internetverbindung. „Blieskastel verfügt ja bereits seit drei Jahren über einen Hotspot, der die City mit freiem Internet versorgt. Toll, dass die unkomplizierte Kommunikation per Handy durch die rasante technologische Entwicklung wie hier in Aßweiler weiter zur Selbstverständlichkeit wird“, freute sich Bürgermeister Bernd Hertzler über die gute Qualität des kostenlosen Hotspots, für den am Buswartehäuschen noch ein Hinweisschild angebracht wird.

Die Menüführung des Hotspots ist sowohl in Deutsch als auch in Englisch und Französisch möglich. Wie Jürgen Dukar auf Nachfrage erklärte, wird bis November als nächstes Vorhaben in und um das Dorfgemeinschaftshaus Brenschelbach versorgt, dann folge Altheim. red/hh

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