Für den Neubau des Hospizes

Initiative Frauenkreis Rotary Club sammelt 3000 Euro – Männer verdoppeln den Betrag

SÜDWESTPFALZ Der Rotary Club Pirmasens-Südwestpfalz konnte gleich zwei Spendenschecks im DiakonieZentrum Pirmasens überreichen. Die Initiative Frauenkreis Rotary Club Pirmasens-Südwestpfalz hatte bereits im November in zwei Wasgau-Märkten 3000 Euro für den Neubau des Hospizes Haus Magdalena gesammelt. Von dieser Frauen-Aktion waren die Herren des Clubs derart überwältigt, dass sie die Spendensumme kurzer Hand verdoppelten und so das Engagement ihrer Frauen und des DiakonieZentrums mit unterstützten.

Die Initiative Frauenkreis Rotary Club Pirmasens-Südwestpfalz sammelt seit vielen Jahren Spenden und unterstützt bereits zum zweiten Mal das Hospiz Haus Magdalena. In diesem Jahr galt das Engagement speziell dem für 2019 geplanten Hospiz-Neubau auf dem Gelände des DiakonieZentrums Pirmasens. Dies freut Landrätin Dr. Susanne Ganster ganz besonders. Die Landrätin war gleich in doppelter Mission zu Besuch im DiakonieZentrum: zum einen als Schirmherrin des Hospiz-Neubau-Projekts und zum anderen war auch sie als Teil der Initiative Frauenkreis Rotary Club Pirmasens-Südwestpfalz vor Ort im Einsatz.

Jegliche Art der Unterstützung ist für Haus Magdalena wichtig, denn die laufenden Kosten eines Hospizes sind nicht vollständig durch die Kranken- und Pflegekassen gedeckt. „Von Anfang an konnten wir auf die Unterstützung der Ärzteschaft, Kommune, Angehörigen und Bürger in der Region zählen und die erforderliche Summe von 60000 und 70000 Euro pro Jahr erzielen“. Gleichzeitig stieg die Warteliste auf einen Hospizplatz kontinuierlich an, so dass mittlerweile mehr als 300 Menschen pro Jahr nicht aufgenommen werden können, berichtete Nicole Stein, die stellvertretende Pflegedienstleiterin des Hospizes. „Dies ist für die Betroffenen und deren Angehörige schlimm, belastet aber gelichzeitig auch die Hospiz-Mitarbeitenden, die sich bereits in einem ersten Beratungsgespräch intensiv mit der Situation ihrer potentiellen Gäste auseinander setzen“, erläuterte sie.

„Das Leitmotiv des DiakonieZentrums Leben teilen heißt Anteil nehmen an den Problemen der Menschen jeden Alters. Für schwerstkranke Gäste im Hospiz auf ihrem letzten Lebensweg heißt es sogar Leben teilen bis zuletzt und dies möchten wir zukünftig für doppelt so viele Menschen leisten können. Deshalb haben wir uns zum Neubau von Haus Magdalena entschlossen“, erklärt Pfarrer Becker. Carsten Steuer als Kaufmännischer Vorstand des DiakonieZentrums griff in diesem Zusammenhang nochmals auf, wie wichtig es ist, dass Haus Magdalena in den Köpfen der Menschen angekommen ist.

2 Millionen Euro der Baukosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro werden über die Basissätze refinanziert werden. Die verbleibenden 900000 Euro müssen über Spenden und Fördermittel eingeworben werden. Hier beträgt der aktuelle Stand 240000 Euro und ist sowohl am Spendenbarometer vor dem DiakonieZentrum als auch unter www.neubau-hospiz.dz-ps.de nachzuverfolgen. red./dos

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