Für den Ernstfall gewappnet

Gelungene Flächenübung der Hilfskräfte

LANDKREIS NEUNKIRCHEN Zu einer Flächenübung hatte der Landkreis Neunkirchen aufgerufen und alle kreisangehörigen Kommunen waren mit ihren Hilfsorganisationen beteiligt. Im Kreislagezentrum im Landratsamt liefen die Fäden zusammen – hier wurden über 250 Einsätze professionell abgewickelt.

Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Notfallseelsorge und der DLRG nahmen an der Übung teil. In den kommunalen Befehlsstellen waren auch Verwaltungsmitarbeiter im Dienst und Vertreter der Bundeswehr waren als Beobachter vor Ort.

„Es wurde eine größeres Unwetterereignis angenommen – über 250 Einsätze verschiedenster Art wurden an die Teilnehmer übermittelt und mussten disponiert, nach Dringlichkeit geordnet, koordiniert und abgearbeitet werden. Hierbei standen vor allem Meldewege, Informationsverarbeitung und -weitergabe sowie die Kommunikation mit Fachberatern, Hilfsorganisationen und Verwaltung im Fokus“, so Kreisbrandinspekteur Werner Thom.

Stürme, Starkregen, Hochwasser, Ausfälle der Energieversorgung – dies sind nur ein paar Beispiele für Szenarien, bei denen die Einsätze von Feuerwehren und Rettungskräften enorm ansteigen würden. Dieser Anstieg an Einsätzen kann nicht mehr alleine von der Integrierten Leitstelle in Saarbrücken koordiniert werden. In diesem Falle werden in Saarbrücken lediglich noch die Notrufe angenommen und die kommunalen Befehlsstellen, welche in den einzelnen Städten und Gemeinden des Landkreises Neunkirchen eingerichtet wurden, werden in Betrieb gesetzt.

Vom Kreislagezentrum im Landratsamt in Ottweiler aus werden dann alle Einsätze im Kreisgebiet koordiniert – dies wurde nun praktisch geübt.

Die Übung wurde von dem Kreisfunkbeauftragten Michael Schuh konzipiert.

Mit den Abläufen war Kreisinspekteur Werner Thom zufrieden. „Der Bedarf an kleineren Optimierungen in den Abläufen wurde ebenfalls erkannt und wird schnellstmöglich umgesetzt. Weitere Übungen dieser Art werden folgen“, so der Kreisbrandinspekteur.

Lobende Worte gab es von Landrat Sören Meng, der im Kreislagezentrum vor Ort war. „Es ist für mich beeindruckend zu erleben, wie die Hilfsdienste untereinander kooperieren und somit Lagen gemeinsam beurteilen. Die Investitionen in die Infrastruktur und Ausstattung der Lagezentren haben sich bereits bewährt“, so der Landrat. red./eck

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