Für den achtsamen Umgang mit Lebensmit teln

Neue Foodsharing-Initiative in Blieskastel ins Leben gerufen

BLIESKASTEL In Blieskastel hat sich eine Foodsharing-Initiative gegründet. Foodsharing, das Verteilen überschüssiger Lebensmittel, ist eine deutschlandweite Bewegung und Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, gute und genießbare Ware vor dem Wegwerfen zu retten und die Nahrung ihrer eigentlichen Bestimmung, nämlich dem Verzehr, zuzuführen.

In der Orangerie in Blieskastel hatte sich daher eine Gruppe engagierter Bürger zu einer Informationsveranstaltung (unter Einhaltung der geltenden Corona Regelungen) getroffen, um das Prozedere und die Umsetzung der Initiative in Blieskastel abzustimmen. Auch die Blieskasteler Stadtverwaltung hat ihre Unterstützung bereits zugesichert und wird bei der Platzsuche für eine „Fair Teiler Station“ behilflich sein. Den benötigten Kühlschrank dafür konnte Steffi Richter Schneider, ehrenamtliches Mitglied der Tafel, dank einiger Spenden schon organisieren. Sie hebt außerdem hervor, dass Foodsharing keine Konkurrenz gegenüber sozial Benachteiligten darstellt, da die Abholungen für die Tafel immer Priorität hätten.

Bereits in zahlreichen Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Foodsharing erfolgreich praktiziert. „Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung in Blieskastel zu verringern. Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dies spart nicht nur Geld, sondern schützt auch das Klima und die Umwelt“, erläutert Initiatorin Lara Ensslin ihre Motivation.

Thomas Debrand von der Foodsharing-Initiative aus der Nachbarstadt St. Ingbert referierte über die Umsetzungsmöglichkeiten der Lebensmittelrettung und konnte als erfahrener Lebensmittelretter viele Fragen der Zuhörer beantworten. Er hat sich auch bereit erklärt, die Koordination der Initiative in Blieskastel zu übernehmen. „Nachdem wir in den letzten zwei Jahren in St. Ingbert Foodsharing mit vielen tollen Menschen aufgebaut haben, freuen wir uns über die Anfrage aus Blieskastel und helfen gerne mit, Foodsharing den Menschen hier näher zubringen“, so Bianca Thobae, Botschafterin aus St. Ingbert. „Foodsharing passt sehr gut in die Biosphäre Bliesgau. Nachhaltiges Agieren sollte in unseren Städten zur Normalität werden. Daher habe ich mich gerne dazu bereit erklärt, als Botschafter in Blieskastel mitzuhelfen, Foodsharing bekannt zu machen und Menschen dafür zu begeistern, sich hier zu engagieren. Die Infoveranstaltung war ein gelungener Auftakt“, freute sich Thomas Debrand.

Trotz den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bestand ein reges Interesse an der Foodsharing-Initiative, so war auch die Informationsveranstaltung recht gut besucht. Die Organisatoren waren zufrieden und zuversichtlich. „Wir laden alle interessierten Bürger ein, beim Foodsharing aktiv zu werden und sich gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung zu engagieren. Auf der Internetseite foodsharing.de kann man sich registrieren, um Aktivitäten und Mitglieder in unserem Bezirk kennenzulernen“, berichtetw Lara Ensslin.red./dos

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