„Freundliche Toilette“

Der Eppelborner Seniorenbeirat startet eine weitere Aktion

EPPELBORN Im Monat August diesen Jahres führte der Seniorenbeirat Eppelborn eine repräsentative Befragung mit zufällig ausgesuchten Mitbürgern über 60 Jahre in unserer Großgemeinde durch. Die Auswertung dieser Seniorenbefragung ergab, dass nahezu 100 Prozent der Befragten eine öffentliche Toilette in Eppelborn, sprich der Großgemeinde vermissen.

Es ist der Gemeindeverwaltung aus Kostengründen nicht möglich, in Eppelborn sowie in den verschiedenen Ortsteilen öffentliche Toiletten einzurichten. Öffentliche Toiletten genießen zudem nicht den besten Ruf und sind grundsätzlich gerade dann, wenn man sie besonders dringend braucht, nicht in der Nähe. Dazu kommt, dass durch die Anonymität der Einrichtungen oftmals Vandalismus die Kosten für Unterhalt und Wartung zusätzlich in die Höhe treibt.

Nichtsdestotrotz stellen diese Notdurfteinrichtungen innerorts ein notwendiges und sinnvolles Angebot dar, insbesondere dann, wenn sich eine Kommune als bürger- und besucherfreundlich präsentiert.

Der seit einem Jahr in der Gemeinde Eppelborn aktive Seniorenbeirat möchte deshalb das Konzept „Freundliche Toilette“ vorstellen. Die erste, für jeden Bürger während der Öffnungszeiten nutzbare Toilette befindet sich im Rathaus der Gemeinde (1. Obergeschoss bzw. Eingang Hellbergstraße).

Das Prinzip des Konzepts ist verhältnismäßig einfach. Vornehmlich Gewerbetreibende mit Kundentoilette, eventuell auch Ärzte/Zahnärzte, sowie lokale Gastronomen erklären sich bereit, ihre Toiletten nicht nur Kunden/Patienten/Gästen, sondern – während ihrer Öffnungszeiten – auch der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug erhalten sie von der Gemeinde ein Schild mit freundlichem Logo, welches im Eingangsbereich sichtbar kennzeichnet, dass dieser Betrieb sich an der Aktion beteiligt.

Des weiteren erhält er ein „Spendenhäuschen“ mit Logo zum Aufstellen für eine freiwillige Spende der Benutzer.

Der Seniorenbeirat freut sich über eine rege Teilnahme unterschiedlichster Gewerke. Durch die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Öffnungszeiten, könnte eine zeitlich breit gefächerte „freundliche Toilette“ zur Verfügung stehen.

Damit diese Aktion ein Erfolg werden kann, bittet der Seniorenbeirat die Nutzer der „freundlichen Toilette“, diese sauber und einladend für den nächsten „Menschen in Not“ zu hinterlassen. Niemand möchte eine Toilette säubern, die von einem sogenannten „Dreckschwein“ zugerichtet wurde.

Wer von den Gewerbetreibenden der Gemeinde sich für diese Aktion begeistern kann und bereit ist, diese aktiv durch das Bereitstellen seiner Kundentoilette zu unterstützen, wendet sich bitte an die Vorsitzende des Seniorenbeirates per E-Mail: seniorenbeirat_m.wahl@yahoo.com. red./eck

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