Frauen-Power für den Hochwald

Die „Frauen Union Wadern“ wurde im CDU-Stadtverband Wadern gegründet

WADERN „Die Frauen Union Wadern wird kein Kaffeekränzchen sein“. Daran lässt die einstimmig gewählte neue Vorsitzende Dr. Kathrin Müller von Anfang an keine Zweifel aufkommen. Gesellschaftspolitische und regionalpolitische Themen sind auf der Agenda des neuen Teams.

So darf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht länger vorrangig auf Frauen abzielen. Das Modell, der Mann arbeitet und die Frau ist für die Familie zuständig, so Dr. Kathrin Müller, habe als überholtes und nicht mehr zeitgemäßes Familienbild ausgedient.

Die Angebote für die Kinderbetreuung vor Ort müssen hinreichend vorgehalten werden und so ausgestaltet sein, dass beide Partner berufstätig sein können.

Viele Themen sind auf der Agenda der Frauen Union

Dies aber sei bei den städtischen Kindertagesstätten in Wadern nicht annähernd der Fall, beklagt die Vorsitzende in ihrer Antrittsrede. Die Frauen Union werde alles daransetzen, dieses sozial- und familienpolitische Trauerspiel zu beenden.

Zu den Themen erster Priorität zählt für die Frauen Union Wadern neben der Familienpolitik die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Es könne nicht hingenommen werden, dass der gesamte Hochwaldraum zur krankenhausfreien Zone werde. Sie vermisse hier den kraftvollen und nachdrücklichen Einsatz der stellvertretenden Ministerpräsidentin aus Nunkirchen und der Abgeordneten des Hochwaldraumes. Es sei höchste Zeit, dass die Gemeinden Wadern, Losheim, Weiskirchen und Lebach an einem Strang ziehen und nicht jede weiterhin ihr eigenes Süppchen zu kochen versuche, so Müller.

Nur gemeinsam sei man gegenüber Saarbrücken stark genug, die Interessen des Hochwaldes durchzusetzen. Daher wird die Frauen Union Wadern in den Dialog mit den kommunalen Entscheidungsträgern eintreten und auf ein gemeinsames Vorgehen der von Schließungen und Schließungsabsichten betroffenen Gemeinden drängen.

Neben diesen beiden großen Themen steht natürlich auch das Stadtgebiet Wadern als Bildungsstandort im Fokus der Frauen.

Zwar ist anzuerkennen, dass einige Grundschulen im Stadtgebiet in den letzten Jahren saniert wurden. Dennoch sei an einigen Standorten die bauliche Situation und die digitale Ausstattung stark verbesserungsbedürftig. Die Corona-Pandemie habe hier die Defizite offengelegt. Die stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union Kreisverband Merzig-Wadern, Esther Schwarz, begleitete die Neuwahlen: „Wir als Kreisverband sind sehr stolz, dass sich solche tatkräftigen Frauen in Wadern gefunden haben, die uns helfen, die Interessen der Frauen vor Ort zu vertreten“.

Auf der gut besuchten Gründungsversammlung wurde folgender Vorstand gewählt: Vorsitzende: Dr. Kathrin Müller (Nunkirchen), stellvertretende Vorsitzende Lisa Koch (Büschfeld), Schatzmeisterin Birgit Birtel (Krettnich), Gabi Wollscheid (Morscholz) hat das Amt der Schriftführerin inne. Zur Organisationsleiterin wurde Susann Kaspar aus Lockweiler gewählt. Joanna Reuter aus Wadern ist Beauftragte für Mitgliedergewinnung. Als Beisitzerinnen und Referentinnen engagieren sich Jennifer Demmer (Nunkirchen) für das Thema Bildung und Klara Zimmermann (Wadrill) für den Bereich Jugend.red./ti

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