„Frau in Rot“

Gespräch in der Ständigen Sammlung

KAISERSLAUTERN Am Dienstag, 11. August, bringt Dr. Annette Reich um 18 Uhr Oskar Molls Gemälde „Frau in Rot, am Fenster lesend“ in der Ständigen Sammlung des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) in 15 Minuten auf den Punkt.

Versunken in ihrer Lektüre sitzt eine in Rot gekleidete Frau in einem Sessel. Vor ihr auf dem Tisch steht eine Vase mit Blumen. Das große Fenster im Hintergrund gibt im oberen Drittel den Blick auf Himmel und Meer frei. Auffallend ist der Rot-Grün-Kontrast, der die gesamte Bildkomposition bestimmt sowie eine spontan wirkende Pinselschrift.

Vermutlich hat Oskar Moll (1875 – 1947) hier seine Frau Marg (1884 – 1977) dargestellt. Zusammen mit ihr – sie war Malerin und Bildhauerin – Henri Matisse, Hans Purrmann und anderen gründete er 1908 in Paris die Académie Matisse, eine private Malschule, die bis 1911 Bestand hatte. Oskar Moll gehörte zu den jungen deutschen Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts, die sich an der französischen Malerei orientierten. In seinen Stillleben, Landschaftsbildern und Porträts kombinierte er impressionistische und kubistische Tendenzen mit ornamentalen Akzenten.

In den 1920er Jahren, als das Gemälde „Frau in Rot“ entstand, lehrte Moll an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, deren Direktor er bis zur Schließung 1932 war. Die stellvertretende Museumsdirektorin stellt den Maler und sein Werk in einer Kurzführung vor.

Die Teilnehmerzahl des Gesprächs ist auf fünf Personen begrenzt, daher bittet das mpk um vorherige Anmeldung unter Tel. (0631) 3647-205. Derzeit ist ein Besuch des Museums unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Einhaltung der Abstandregeln möglich. red./dos

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