Fortführung der Starkregenstudie

Gemeinde Eppelborn erhält 9

EPPELBORN Überaus gute Nachrichten aus Saarbrücken überbrachte Staatssekretär Roland Krämer. Für die Fortführung der Starkregenstudie Eppelborn übergab er der Gemeinde einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 95000 Euro.

Dies entspricht einer 90-prozentigen Förderung der Studie durch das Umweltministerium, freut sich Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset. Ohne diesen Zuschuss könnte die Gemeinde eine solche Untersuchung nicht finanzieren. Die Ergebnisse der Studie sollen, so der Staatssekretär, auch auf andere Kommunen übertragbar sein.

Über die gemeindeübergreifende Aufgabe der Studie haben sich daher auch Daniela Feld, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Neunkirchen und die Landtagsabgeordnete Christina Baltes informiert.

Rückblick

Nachdem das Starkregenereignis in 2016 in Dirmingen besonderes viele und auch große Schäden angerichtet hatte, wurde Eppelborn als eine von drei Pilotgemeinden zur Erstellung einer Starkregenstudie ausgewählt. Die Forschungsgruppe Wasser der HTW Saar unter Leitung von Professor Dr. Ing. Yörük hat in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Ingenieurbüro Leibfried die Starkregenstudie Eppelborn erstellt. Die Kosten der Studie wurden vom Umweltministerium zu 80 Prozent bezuschusst. Ihre Ergebnisse wurden erstmals am 09.04.2019 öffentlich vorgestellt.

Wesentliche Ergebnisse waren zunächst auf den Gemeindebezirk Dirmingen beschränkt. In überaus langwierigen Abstimmungsgesprächen zwischen MUV, HTW und Gemeindeverwaltung konnte nun erreicht werden, dass die für Dirmingen vorliegenden Untersuchungen (Risiko- und Gefahrenkarten) für alle anderen Ortsteile durchgeführt werden.

Wesentlicher Bestandteil der Fortführung der Studie ist zudem die Beteiligung aller Akteure. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollen Hilfsorganisationen wie Freiwillige Feuerwehr und DRK ebenso einbezogen werden wie Bürger. Einen absoluten Schutz vor Starkregenereignissen wird die Studie nicht liefern können, aber sie wird Vorsorgemaßnahmen benennen und deren Wirksamkeit untersuchen.

Ziel ist es, sowohl für private als auch für gewerbliche und kommunale Einrichtungen wirksame Maßnahmen zur möglichen Minderung von Schäden zu erarbeiten.red./eck

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de