Fitness-Bewusstsein am Arbeitsplatz

Ehemalige Weltklasse-Speerwerferin Christina Obergföll bei der KSK Saarlouis

SAARLOUIS „Das ist mein schönstes Stück“, lacht Christina Obergföll und legt ihre Silbermedaille von den Olympischen Spielen in London 2012 behutsam wieder in die Schatulle. Zuvor hatte jeder in der Runde den Traum eines jeden Leistungssportlers selbst einmal in die Hand nehmen und begutachten dürfen.

Ebenso beeindruckend wie die Siegertrophäe war das sympathische Auftreten der früheren Spitzenathletin in Saarlouis. Die ehemalige Weltmeisterin und zweifache Olympiamedaillengewinnerin im Speerwerfen war bei der Kreissparkasse im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu Gast. Es ging darum, Mitarbeiter fachlich kompetent zu sportlichen Aktivitäten anzuregen und ihnen zu zeigen, wie gezielte Übungen zur Verbesserung der körperlichen Fitness in den beruflichen Alltag integriert werden können.

Natürlich wollten die rund 100 Teilnehmer gerne auch einiges aus der Karriere von Christina Obergföll wissen, die heute mit ihrem Ehemann Boris (Henry) und zwei kleinen Söhnen im Schwarzwald lebt: Wie alles begann, wie sie ihre Erfolge erlebt hat und ob es auch Rückschläge gab?

Die gab es natürlich, und auch Verletzungen, berichtet Obergföll, entscheidend war aber „Jetzt erst recht!“ zu sagen und wieder aufzustehen: „Das Wesentliche ist, dass man Ziele hat und alles daransetzt, sie zu erreichen“.

Die 38-Jährige arbeitet bei der Barmer Ersatzkasse und ist für diese auch als Gesundheitsbotschafterin unterwegs. Einige ihrer Tipps für mehr Bewegung am Arbeitsplatz „klingen einfach, sind aber wirksam“: „Treppe statt Aufzug nehmen, Drucker etwas weiter wegstellen, immer mal wieder vom Stuhl aufstehen“. Barmer-Regionalgeschäftsführer Ulrich Jene freute sich ebenso wie KSK-Vorstandsmitglied Stephan Eisenbart – wie alle anderen für die praktischen Übungen bereits in Sportkluft geworfen – den prominenten Blondschopf in Saarlouis begrüßen zu dürfen.

„Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit unserer Mitarbeiter hat bei uns einen hohen Stellenwert“, betonte Eisenbart. „Der ganzheitliche Ansatz der betrieblichen Gesundheitsförderung ist fester Bestandteil unserer Personalpolitik, und das schon seit mehr als zehn Jahren“.

red./am

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