Fire Days deutscher Feuerwehren

Hunderte Feuerwehrleute werden im September am Gegenortschacht erwartet

WIEBELSKIRCHEN Mehrere hundert Feuerwehrleute aus ganz Deutschland werden Mitte September zu einer ganz besonderen Fortbildungsveranstaltung rund um den historischen Gegenortschacht in Wiebelskirchen erwartet. Die sogenannte Realbrandausbildung ist das Kernelement der FireDays vom 12. bis zum 15. September.

Dabei können in kontrolliertem Umfeld Feuerwehrangehörige in der Realität gefährliche Feuerphänomene hautnah erfahren und deren Bekämpfung erlernen. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Schulungen angeboten, beispielsweise im Umgang mit Drehleitern oder dem Vorgehen bei Türöffnungen.

Hinter den FireDays steht mit Marco Honecker federführend ein aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen, welcher im Hauptberuf bei der Berufsfeuerwehr der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover arbeitet und sich nebenberuflich zusätzlich mit Feuerwehrausbildung befasst.

Zweite Auflage in Neunkirchen

So ist es auch wenig verwunderlich, dass nach den ersten FireDays in Langendamm im Umland Hannovers nun die zweite Auflage des Ausbildungsevents im saarländischen Neunkirchen stattfindet. In der Ausrichtung und Durchführung unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen die FireDays. Zum hochkarätigen Ausbilderteam gehören beispielsweise auch verschiedene Feuerwehrangehörige aus Neunkirchen, neben weiteren Ausbildern von Freiwilligen, Berufs- und Werkfeuerwehren aus ganz Deutschland.

Der Gegenortschacht als Veranstaltungsort der FireDays knüpft nicht nur an die montane Vergangenheit Neunkirchens an, sondern bietet auch optimale Voraussetzungen und viel Platz für die einzelnen Ausbildungselemente. Viel Platz benötigen vor allem die großen Realbrand-Übungsanlagen, Kernelement der FireDays. In diesen Anlagen lernen die teilnehmenden Feuerwehrangehörigen unter Atemschutz aus nächster Nähe Entstehung, Verlauf und auch die Bekämpfung einer sogenannten Rauchgasdurchzündung, oft auch als Flashover oder Backdraft bezeichnet, kennen.

Bei der Brandbekämpfung müssen Feuerwehrleute die sich anbahnende Gefahr einer solchen Durchzündung, einer regelrechten Feuerwalze, schnell erkennen können, um genauso schnell Gegenmaßnahmen zum eigenen Schutz einleiten zu können. Dabei gilt es, mit gezielten Wasserstößen die heißen Rauchgasschichten im Brandraum herunterzukühlen. Insbesondere an Werk- und Betriebsfeuerwehren richtet sich das Training an einer Übungsanlage für Industriebrände, an der mit Wasser, Schaum und Pulver Brände von Gasen und Flüssigkeiten simuliert werden können.

Zahlreiche Trainingseinheiten

Direkt an die Brandbekämpfung angeknüpft sind Trainingseinheiten für das richtige Vorgehen bei der Rettung eines im Einsatz verunglückten Atemschutzgeräteträgers der Feuerwehr sowie ein ganzes Atemschutz-Fachsymposium. Bei dem sechsstündigen Fachsymposium wird unter anderem mit Fachleuten über Themen wie Atemschutzunfälle, Einsatzstellenhygiene und das Risiko von Krebserkrankungen bei Feuerwehrangehörigen diskutiert. Ebenfalls Teil der FireDays sind theoretische Fortbildungen für Feuerwehrführungskräfte sowie praktische Trainings im taktischen Einsatz von Drehleitern und der Türöffnung.red./eck

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