Filmnacht: „Der Bliesgau“

Fünfteilige SR-Produktion aus dem Jahr 1982

MANDELBACHTAL Im Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld in Wittersheim werden am Samstag, 29. Februar, auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt Gesellschaft Filme über den Bliesgau gezeigt.

Eine fünfteilige SR-Produktion aus dem Jahr 1982 rückt die heutige Biosphäre ins Zentrum einer umfangreichen Betrachtung. Behutsam näherte sich der Autor und Filmemacher Rudolf Lais dieser Landschaft und seinen Menschen und ließ sie von sich, von der Gegend und vom Leben erzählen.

Der Zuschauer erfährt schon damals fast vergessene, manchmal kuriose Geschichten. Einblicke werden gewährt, wie sich nach der Gebietsreform im Jahr 1974 das Zusammenleben in den Dörfern neu gestaltete, wie sich demonstrative Religiosität und Obrigkeitsdenken paarten und wie der heutige Saarpfalzkreis als „Wiege republikanisch-demokratischen Geistes“ vor dieser Kulisse kontrastiert.

Begleitet werden in den Filmen beispielsweise die Arbeiten des Archäologen Jean Schaub und seinen vielen Helfern. Ohne nennenswerte öffentliche Unterstützung, spürten sie den ältesten Bewohnern des Bliesgaus nach und machten so die Idee eines Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim denkbar. Alles natürlich aus ihrer Liebe zum Beruf und zur Heimat.

Dieses ehrenamtliche Engagement ermöglichte erst die spätere Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat. Mit der Wiederaufführung wird an dieses Kapitel erinnert. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die einzelnen Folgen:„Am Anfang war der Muschelkalk“

„Herr Schiel findet einen Schatz“

„Medelsheimer Jude lässt König von Frankreich warten“

„Das Mandelbachtal“

„Fernbleiben der Christenlehre bestraft“.red./dos

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