Feuerwehr blickte zurück

Walsheimer Kameraden trafen sich zur Jahreshauptversammlung

WALSHEIM Löschbezirksführer Rainer Bachmann, der in seiner aktiven Mannschaft 24 Angehörige zählt, sprach von einem arbeitsreichen Jahr, in dem nicht nur 27 Einsätze „abzuarbeiten“ waren. Dabei kämen immer mehr Aufgaben auf die Wehr zu. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Schulungsraum des Dorfgemeinschaftshauses nannte er beispielsweise Verkehrsunfälle, Unwetterlangen bis hin zur Rettung von Katzen auf hohen Bäumen. Besonders ging er auf die Veränderungen bei den Antrieben der Autos ein. Insbesondere die E-Mobilität verberge neue Gefahren, wobei der erhebliche Mehrbedarf an Löschwasser in die Überlegungen bei Beschaffungen von neuen Fahrzeugen berücksichtigt werden müsse. Zudem bestehe die Gefahr von hohen Temperaturen. Er sprach von bis zu 2000 Grad Celsius bei Batteriebränden, wobei der Einsatz von Wasser durch die entstehenden chemischen Reaktionen die Feuerwehr vor weitere Anforderungen stelle. Ein weiterer Aspekt seien entstehende Stromspannungen, die auch den Einsatz von Spannungsmessgeräten notwendig mache. Bachmann freute sich, dass nach langen Jahren des Wartens mittlerweile der Überflurhydrant oben am Dorf im Wochenendhausgebiet und bei „Haus Sonne“ installiert worden sei. Neben den turnusgemäßen örtlichen Übungen habe man auch acht Mal gemeinsam mit Nachbarwehren die Zusammenarbeit vertieft. Dies soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Bei der LVM Saarland Trofeo habe man wie in den Jahren zuvor die Verpflegung der Organisation und an allen Tagen der Streckenposten übernommen, war beim örtlichen Dorffest dabei, habe einen Tag der offenen Tür organisiert und zwei Wandertage durchgeführt. Zudem konnte mit dem von „Haus Sonne“ beim Volkstrauertag gestifteten Kuchen die Kasse aufgefüllt werden. In diesem Jahr werde auch wieder die Ausbildung der Wehrangehörigen vorangetrieben, dazu soll bei der Firma Feuerwehrtechnik Schmitt in Neuwied ein Ausbildungswochenende durchgeführt werden. Auch werde es, so Bachmann, Lehrgänge zur Thematik Hybrid und Elektromobilität angeboten.

Nachwuchs bleibt konstant

13 Mitglieder, davon acht Mädchen, zählt die Nachwuchswehr der Walsheimer. Die Zahl blieb gegenüber dem Vorjahr konstant. Drei waren ausgetreten, drei kamen hinzu. Jugendbeauftragter Jörg Zimmermann erläuterte, dass 26 Übungen durchgeführt worden waren. Unterstützt wurde er dabei von Nadine Lange und Carsten Theis. Als Höhepunkte bezeichnete Zimmermann die erfolgreiche Weihnachtsbaumsammelaktion, die Teilnahme am Jugendfeuerwehr-Wettbewerb in Peppenkum, den gemeinsamen Übungen mit benachbarten Jugendwehren, den Martinszug. Insgesamt seien 110 Stunden neben dem aktiven Dienst für die Jugendarbeit aufgelaufen. Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner rief dazu auf, das Ehrenamt zukunftssicher zu machen, wozu insbesondere Abstimmungen auch über Gemeindegrenzen hinweg notwendig seien. Positiv sei auch kreisweit eine positive personelle Entwicklung festzustellen. Bürgermeister Michael Clivot würdigte die Bedeutung der Feuerwehren, die neben dem Dienst zur Sicherheit der Bevölkerung auch im gesellschaftlichen Bereich der Dörfer einen wichtigen Baustein darstellten. Er ehrte bei der anschließenden Feier im Schützenhaus Heinz Hiege für 70-jährige Mitgliedschaft, den amtierenden Gersheimer Wehrführer und früheren Walsheimer Löschbezirksführer Stefan Lugenbiel für 40 und Carsten Theis für 20 Jahre.

red./ott

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