Festnahme in Frankreich

Tatverdächtiger nach dreiwöchiger Fahndung gefasst

SAARLOUIS Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Saarlouis am 15. November erlitten mehrere Personen eine Rauchgasvergiftung. Am Montag, 9. Dezember, wurde in Frankreich ein Mann mit europäischem Haftbefehl als dringend tatverdächtig festgenommen.

Die Brandermittler des Landespolizeipräsidiums stellten bei der Brandursachenforschung fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war.

Eine 33-jährige Frau sowie deren elfjährige Tochter, die in dem Haus schliefen, erlitten eine Rauchgasvergiftung.

Die Tat wurde seitens der Staatsanwaltschaft Saarbrücken deshalb als versuchter Mord in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung eingestuft.

In Zuge der Ermittlungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen einen aus dem Kaukasus stammenden 40-Jährigen mit Wohnsitz im Departement Meurthe-et-Moselle. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde vom Amtsgericht Saarbrücken ein europäischer Haftbefehl gegen den Mann erlassen. In Zusammenarbeit mit den französischen Behörden gelang es, den Gesuchten an seiner Arbeitsstelle zu verhaften.

Am 10. Dezember wurde der Haftbefehl beim zuständigen Gericht in Nancy (F) verkündet. Anschließend wurde der Mann in eine französische Haftanstalt eingeliefert. Er soll ins Saarland ausgeliefert werden. red./am

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