Festlich am Nationalfeiertag

Französische Generalkonsulin richtet traditionellen Empfang auf der Vaubaninsel aus

SAARLOUIS An ihrem Nationalfeiertag, dem 14. Juli, erinnern sich die Franzosen an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als Auftakt für die Französischen Revolution gilt.

Die oberste Vertreterin der Republik Frankreich im Saarland, Generalkonsulin Catherine Robinet, hat den traditionellen Empfang in diesem Jahr auf der Vaubaninsel in Saarlouis ausgerichtet.

Oberbürgermeister Peter Demmer freute sich über die festliche Veranstaltung: „Wir stehen hier auf der Vaubaninsel, einem der schönsten Plätze unserer restaurierten Festungsanlagen. An kaum einem Ort wird unsere historische Verbundenheit zu Frankreich deutlicher als hier mitten in der Festung.“

Die Beziehungen zu Frankreich und den Partnern in der Großregion, seien Teil der Saarlouiser Identität: „Wir leben diese Beziehungen alltäglich, aber wir arbeiten auch daran, sie zu intensivieren und in alle Lebensbereiche hineinzutragen“.

Der saarländische Finanz- und Europaminister Peter Strobel überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten und der Landesregierung.

Er betonte die europaweite Bedeutung der Ereignisse des 14. Juli 1789 und des darauffolgenden 26. August, dem Tag der universellen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich.

Gastgeberin, Catherine Robinet ergänzte die historischen Betrachtungen: „Unsere gemeinsame Geschichte sollte noch viele bewegte und sogar dramatische Kapitel kennenlernen bevor wir heute, alle gemeinsam, diesen Moment der Geselligkeit teilen“.

Das Saarland und Lothringen mit ihren Partnern aus der Großregion seien nicht nur für Frankreich und Deutschland ein wichtiges Experimentiergebiet, sondern auch für die ganze Europäische Union.

„Nicht umsonst spricht man von der Großregion wie von einem kleinen Europa“, so Robinet.

Die Generalkonsulin drängte auf eine schnelle Umsetzung des Aachener Vertrags, der am 22. Januar 2019 von der Kanzlerin und dem Präsidenten der Französischen Republik unterzeichnet wurde.

Die große Innovation des Vertrages sei Kapitel 4, welches vollständig der grenzüberschreitenden Kooperation gewidmet ist.

Zum ersten Mal sei nun von den beiden Regierungen schwarz auf weiß festgehalten worden, dass sie die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Kooperation anerkennen, um die Bindung zwischen den Bürgern und den Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze zu festigen. red./am

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