Familienfreundlichkeit im Fokus

Eppelborns Bürgermeister Andreas Feld benennt die Arbeitsschwerpunkte

Eppelborn. „2020 war kein leichtes Jahr, aber wir blicken positiv in die Zukunft“, so Bürgermeister Andreas Feld, der dennoch zunächst einen kleinen Überblick über die Corona-Entwicklung in Eppelborn gewährte.

„Wir hatten 260 positive Fälle, 836 Kontaktpersonen in Quarantäne und neun Tote. Das bedeutete für die Mitarbeiter der Verwaltung, dass 1100 Bescheide geschrieben werden mussten und das ohne zusätzliches Personal.“

Umso erfreulicher für die Gemeinde, dass sie den Wettbewerb, der von SR 3 ausgetragen wurde, „Wir sind Spitze“, gewonnen hat.

Höchste Priorität in der Illtalgemeinde genießt das Thema „familienfreundlichste Kommune im Landkreis Neunkirchen.“ Um dieses Ziel umzusetzen, stehen verschiedene Maßnahmen auf dem Programm, die – eben Corona-bedingt – noch nicht alle umgesetzt wurden. Der Familienmittag am Hellbergbad wurde zwar eingeführt und das Großspielgerät gekauft. „Wegen Corona ist das Bad leider geschlossen“, bedauerte der Verwaltungschef.

Eine Sanierung des Bades stehe allerdings noch aus. Hier rechnet die Gemeinde mit Zuschüssen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport-, Jugend und Kultur“ in Höhe von rund 600000 Euro.

Geplant sind außerdem umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, um den Bereich Bildung und Betreuung für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde noch weiter auszubauen. „Die Wartelisten auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz sind lang und gut gefüllt. Deshalb werde ich schnellstmöglich fehlende Betreuungsplätze im Krippen- und Kindergartenbereich schaffen“, erklärte Feld und hat hierzu auch schon einige Ideen.

Kurzfristig zu realisieren sei dies in Dirmingen. Dort werden die Räume des ehemaligen katholischen Kindergartens von der Gemeinde angemietet und derzeit ertüchtigt, so dass hier bald Krippenkinder betreut werden können. In Humes wird es einen Kindergartenneubau hinter dem Pfarrsaal geben. Gleichzeitig werden in Humes weitere 25 Kindergartenplätze in der Montessori-Einrichtung zusätzlich zur Verfügung stehen. „Der Eppelborner Kindergarten in der Koßmannstraße wird mit 200000 Euro saniert“, informiert der Verwaltungschef.

In Eppelborn werden durch diese Maßnahmepakete ein bestes Angebot an Kitas und Krippenplätzen geschaffen, so dass es sogar gelingt die gesetzlich vorgeschriebenen Zahlen zu übertreffen. „Wir sind so sehr gut aufgestellt und ermöglichen den Erziehungsberechtigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Bürgermeisters liegt in der Umsetzung des Digitalpakts an den Grundschulen Bubach, Eppelborn, Dirmingen und Wiesbach. „Wir nehmen hier viel Geld in die Hand, um an allen vier Standorten für optimale Bedingungen zu sorgen.

Investiert werde auch kräftig in die Feuerwehr. Hier werden ein Mannschaftstransportwagen und ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug angeschafft, Kostenpunkt 400000 Euro für beide Fahrzeuge.

In 2021 wird die Kleiderkammer von Macherbach wegen der besseren Erreichbarkeit nach Eppelborn in die ehemaligen Mädchenberufsschule umquartiert. „Dort stehen auch bessere Räumlichkeiten zur Verfügung“, so Feld. In Arbeit sei derzeit bereits ein neuer Brandschutzbedarfsplan, der in 2021 gültig wird. „Hiermit investieren wir kräftig in die Sicherheit der Gemeinde und schützen unsere Bürger.“

Bei den Investitionen werden natürlich auch die Ortsteile bedacht. So wird in Habach das Bürgerhaus in drei Abschnitten saniert, in der Wiesbachhalle müssen die Duschräume und die Umkleidekabinen erneuert werden. In Dirmingen stehen mehrere Brückensanierungen an. In Humes muss die Forststraße instand gesetzt werden, in Macherbach die Brückenstraße.

Eine spannende Geschichte wird im Ortsteil Eppelborn der das Gelände der ehemaligen Tankstelle sein. Nach dem Abriss fangen dort die Arbeiten erst an. Denn dann müssen zunächst einmal die Altlasten entsorgt werden. „Das Ganze passiert nicht von heute auf morgen. Das kann ein Jahr dauern und ob die veranschlagten Kosten in Höhe von 400000 Euro ausreichen, wissen wir nicht. Aber das Ganze ist ein wichtiger Schritt, um den Ortskern attraktiv und zukunftsfähig zu machen.“

Im Jugendbereich wird sich die neue Jugendpflegerin Anna Moritz um die Wahl eines Jugendgemeinderates kümmern und coole Aktionen für Jugendliche planen – sobald Corona es erlaubt.

Großes Thema in 2021 wird in Eppelborn der Bürgerbus sein. „Er soll 2021 rollen. Es haben sich bereits schon über 20 Freiwillige gemeldet.“ ma

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