EVS investiert rund drei Millionen

Offizielle Inbetriebnahme des neuen Regenrückhaltebeckens am Völklinger Stadtpark

VÖLKLINGEN Der Entsorgungsverbandes Saar hat den Bau des neuen Regenüberlaufbeckens am Rande des Völklinger Stadtparks (Stadionstraße) abgeschlossen.

Mit dem Bau des Beckens wurde im Oktober 2016 begonnen, in den letzten Monaten wurden auf Grundlage eines landschaftspflegerischen Begleitplanes abschließend die erforderlichen Gehölzpflanzungen und Strauchpflanzungen umgesetzt.

Das neue Regenüberlaufbecken hat ein Stauvolumen von 2000 Kubikmetern. Bei der Maßnahme handelte es sich um den zweiten Bauabschnitt zur Erneuerung der zum Hauptsammler Köllerbachtal gehörenden Regenwasserbehandlung. Der Hauptsammler wiederum ist Teil der Abwasseranlage Völklingen.

Der EVS investierte in die gerade abgeschlossene Baumaßnahme insgesamt rund drei Millionen Euro. Die Bürger waren zur offiziellen Inbetriebnahme eingeladen.

Hintergrund:

Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden.

Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst in Regenüberlaufbecken gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen

Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt – in den Bach gelangt.

Erst nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in den Bach. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über die Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet.

Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser wiederum wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage – im aktuellen Fall zur Kläranlage Völklingen – abgegeben.

red./jb

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