Es grünt so grün ...

Viele Helfer engagieren sich für mehr Grün in der Zweibrücker Innenstadt

ZWEIBRÜCKEN Zweibrückens Plätze sollen erblühen. Damit sich dieser Traum realisiert, griffen zahlreiche Helfer und Vereine, gebündelt in der Initiative „ZW-vernetzt“, in Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt und Christian Kotremba (Klimawandel RLP) zu Handschuhen und Spaten.

Die jüngsten Grünförderer kamen aus den Zweibrücker Grundschulen. Eifrig gruben 70 Kinder gemeinsam mit ihren Eltern auf der großen Wiese neben dem AWO-Pflegeheim Löcher und steckten insgesamt 4000 Blumenzwiebeln in die Erde. Die bunten Fähnchenmarkierung wecken die Vorfreude auf den Blütenteppich im Frühjahr.

Parallel dazu verwandelten helfende Hände unter der fachkundigen Leitung von Marlen Friedo und Kerstin Pick die Schotterfläche in der Münzstraße sowie am Parkplatz in der Karlstraße Richtung Sonnengässchen in ein Blühparadies. „Das sieht ja schön aus!“ Immer wieder blieben Passanten stehen und lobten das tatkräftige Engagement für die zunehmend wachsende Innenstadtbegrünung.

An der Münzstraße legte die Jugend von Fridays for Future ein Reptilienhabit aus von Stadtplanerin Barbara Kirsch-Hanisch gesammelten Feldsteinen an. Der NABU half der Heinrich-Kimmle-Stiftung beim Zusammenbauen der großzügigen Insektenhotels. Zuvor hatten Miriam Krumbach und Ulrike Beehr am Grünstand auf dem Alexandersplatz junge Bäume für den bundesweiten Buddeltag verkauft. Von den zehn Sorten waren die zehn Ebereschen und die zehn Maulbeeren auf Anhieb ausverkauft und so manch anderer Baum wandert jetzt in heimische Gärten.

Ebenso regen Zulauf erfuhr die Pflanzentausch-Aktion des Food-Sharing. „Viele haben Pflänzchen gebracht und auch mitgenommen“, freuten sich Yanna Lorang und Ina Stenger. Zudem gab es viele Gespräche mit Interessierten an den Umweltaktionen wie am Food-Sharing. Die Aktionen wollen erneut für die zahlreichen positiven Eigenschaften von Stadtgrün sensibilisieren.

An der Außenstelle in der Storchenstraße begrünte Familie Pick mit etlichen Helfern ihr 75 Quadratmeter großes Flachdach mit einer Saat-Mischung für 20 Kräuter- und sieben Sedum-Arten sowie passenden Pflanzenballen als Insektenweide.

Die Projektpartner: Stadtbauamt Zweibrücken, ZW-vernetzt, DRK BioTopia, NABU, 1001 Bäume, Fridays for Future, Kneippverein, Foodsharing Zweibrücken, Stadtwerke, GeWoBau und Stadtmarketing Zweibrücken.cvw

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