Erstes Islandpferdeturnier begeisterte

Zu dem Reitturnier auf dem großen Platz waren nahezu 100 Teilnehmer gekommen

ZWEIBRÜCKEN „Einfach genial. Wenn es einmal im Monat hier ein Turnier geben würde, würde ich jedes Mal kommen!“ strahlte Katrin Reiner. Die Deutsche Meisterin in der Dressur-Kür der Islandpferde vom Hof Ruwerbach im Hunsrück war von den Gegebenheiten im Landgestüt ebenso begeistert wie die übrigen nahezu 100 Teilnehmer an dem ersten Islandpferdeturnier auf dem großen Reitplatz.

Außerdem freute sie sich über ihren Sieg im Viergangpreis mit ihrem Erfolgspferd, der Stute Ás von Kirschgartshausen. Mit einer 6,6 erhielt sie die höchste Final-Wertnote auf dem Turnier. Auf ihre Teilnahme im Töltpreis verzichtete die Reiterin, so dass Bundeskaderreiter Jens Füchtenschnieder aus Baden-Württemberg als Einziger startete. Sein Erfolg war die gute Wertnote von 6,33 mit seinem Hengst Amor frá Holtsmúla. Im Z3/T4-Tölt A-Finale siegte er mit Stjörnujarpur vom Schloß Neubronn (6,54) vor Dieter Becker vom Grenzlandhof mit Glæsa vom Akazienhof und der ebenfalls guten Wertnote 6,25. Auf Rang drei und vier landeten mit Pascal Buser auf Ýmir vom Móarbær (6,0) und Laura Leiskau Sleipnir vom Steinadlerhof (5,71) gleich zwei Junioren vom Gestüt Móarbær in Schöneberg-Kübelberg.

Sie gehörten zu den erfolgreichen Jugendlichen, die sich auf dem Turnier gegen viele erwachsene Reiter sehr gut behaupten konnten. So wurde Laura Leiskau mit Sleipnir vom Steinadlerhof (5,0) Vierte im A-Finale Fünfgang, hinter Sieger Dieter Becker mit Glæsa vom Akazienhof (6,0). Die Juniorin Clara Delb gewann nach ihrem Sieg in der Qualifikation des ZF.T7 mit Skúmur frá Skriðu Bronze im A-Finale (5,25). Stallkameradin Sina Kohl siegte mit Þrenna frá Hofi I im A-Finale der anspruchsvollen Töltprüfung Z3/T3 und gewann im Z3/V2-Viergang Bronze. „Die Bedingungen hier sind perfekt, der Boden erstklassig und die Atmosphäre einfach einzigartig“, lobte die Reiterin vom Gestüt Móarbær.

Dass die Anmeldungen dennoch eher verhalten waren, hat für sie mehrere Gründe. Wenngleich viele Reiter das Landgestüt von den Islandpferde-Festivals in der großen Reithalle her kennen, hatten sich einige bereits für eines der zahlreichen Alternativ-Turniere an diesem Wochenende entschieden. Der Ferienausklang und nicht zuletzt die Hitze waren weitere Argumente. So war Wasser auch das Wichtigste nach jedem Ritt. Am Ausritt erhielt jeder Reiter von der hervorragenden Organisation des veranstaltenden IPZV Rheinland-Pfalz-Saar sofort einen Becher mit Wasser und versorgte anschließend sofort sein Pferd mit Trinkwasser und einer erfrischenden Dusche.

Ein stimmungsvoller Höhepunkt war der Mitternachtstölt am Samstagabend. Sieben Reiter faszinierten das staunende Publikum bei romantischer Atmosphäre neben guten Leistungen vor allem mit ihren Kostümen. Viele, wie der lustig geschminkte Clown mit seinen bunten Ballon-Leuchtketten, der blinkende Starlight-Express oder das Glitzereinhorn, verlangten eine erhebliche Gelassenheit von ihren Pferden. Das Paar mit den „99 Luftballons“ zeigte dann doch Nerven und musste die Prüfung abbrechen. Sportlich gewann Saskia Scheuer Haukur vom Faulenberger Hof als unscheinbares Grünes Monster mit acht Punkten. Den Kostümpreis erhielt der Turnierleiter und Verbandsvorsitzende, Markus Lacour, als „die Braut, die sich nicht traut“ auf Baldur von der kleinen Wolfskuhle vor Claudia Bengeser-Pfeiffer mit Glitzereinhorn Vignir vom Sommerberg.cvw

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