Erlebnisort Reden weiterentwickeln

Land und kommunale Seite einigen sich auf Einrichtung eines Standortmanagements

Landsweiler-Reden. Der Erlebnisort Reden mit dem denkmalgeschützten Ensemble des früheren Bergwerks, der Bergehalde und den Wassergärten bildet ein einzigartiges Ambiente für Events und touristische Einrichtungen und zieht jedes Jahr über 200000 Besucher an.

Die touristische Weiterentwicklung des Standortes soll zukünftig auf kommunaler Ebene durch den Landkreis und die Gemeinde Schiffweiler erfolgen. Das Land wird Entwicklungen des Erlebnisorts weiterhin finanziell unterstützen. Dazu haben das Land, die IndustrieKultur Saar (IKS), der Landkreis Neunkirchen und die Gemeinde Schiffweiler eine gemeinsame Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet und damit die Einrichtung eines Standortmanagements vereinbart.

Um das große Potenzial des Standortes auszuschöpfen, ist eine Steuerung durch ein professionelles Standortmanagement erforderlich, Träger des Standortmanagements wird eine kommunale Gesellschaft sein. Kernaufgabe des Standortmanagements wird es sein, ein nachhaltiges Tourismuskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Die IKS und die kommunale Seite werden dazu vertraglich den Zugriff des Standortmanagements auf die aktuell in der Verfügungsgewalt der IKS stehenden Grundstücke sowie auf Pachtflächen und Flächen und Gebäude im Eigentum des Landkreises regeln.

Das Gesamtbudget wird für 2021 auf 225000 Euro und in den Folgejahren der Laufzeit auf jährlich 450000 Euro festgelegt. Landkreis und Gemeinde beteiligen sich in 2021 mit je 75000 Euro, das Land steuert 50000 Euro bei; die IKS beteiligt sich ebenfalls mit 25000 Euro. In den Folgejahren bis einschließlich 2025 verdoppeln sich die Beträge jeweils.

Zum November 2023 soll eine Erfolgs-Evaluation des Standortmanagements durch die Kooperationspartner erfolgen.

Bildungs- und Kulturstaatssekretär Jan Benedyczuk, der dem Aufsichtsrat der IKS vorsitzt, begrüßt die Vereinbarung: „Mit der Einrichtung eines Standortmanagements durch die kommunale Seite und einer fairen Finanzierungsregelung gehen wir konsequent den im letzten Jahr begonnenen Weg weiter. Die kommunale Seite und das Land sorgen gemeinsam dafür, dass der Standort Reden gut weiterentwickelt werden kann. Die kommunale Seite übernimmt Verantwortung für den Standort.

Potenziale ausschöpfen und weiterentwickeln

Damit haben wir eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen, die jetzt vor Ort das Standortmanagement übernehmen wird.“

Finanzstaatsekretärin Anja Wagner-Scheid, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der IKS erklärt dazu: „Durch den Abschluss der heutigen Vereinbarung geben wir die regionale Tourismusentwicklung am Standort Reden in die Hände von Landkreis und Gemeinde. Das ist konsequent und richtig. Das Saarland stellt sich dabei seiner strukturpolitischen Verantwortung und unterstützt die Einrichtung des Standortmanagements finanziell mit bis zu 150000 Euro pro Jahr. Ich habe die Erwartung, dass der Standort dadurch einen großen Entwicklungsschub erfährt und seine Potenziale vollends entfalten wird.“

„Der Erlebnisort Reden hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Dieses touristische Potenzial soll durch ein gemeinsames Standortmanagement besser genutzt werden. Wir wollen, als Akteure vor Ort, gemeinsam die Attraktivität steigern, um einer der touristischen Leuchttürme des Saarlandes zu werden. Ich danke dem Land, der IKS und der Gemeinde für das konstruktive Miteinander“, ergänzt Landrat Sören Meng.

„In der gemeinsamen Sitzung von Kreistag und Gemeinderat haben wir über die möglichen Verhandlungsoptionen, aber vor allem über die Verantwortung für den Standort gesprochen. Dieser kommen wir nun als einer der Kooperationspartner und als lokaler Akteur nach. Die Absichtserklärung ist ein erster Meilenstein, mit dem wir die Weiterentwicklung des Tourismus am Erlebnisort Reden offiziell eingeläutet haben.

Die Grundlage für ein gemeinsames Standortmanagement ist demnach geschaffen. Das bedeutet, dass wir in den nächsten Monaten kontinuierlich daran arbeiten werden, den Standort so zu entwickeln, dass sich dessen Potenziale nicht nur vollends entfalten, sondern auch dauerhaft gestärkt werden“, so Bürgermeister Markus Fuchs abschließend. red./hr

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