Erfolgreiche Grundsteinlegung

SHG investiert 29 Millionen Euro in zwei neue Intensivstationen

VÖLKLINGEN Die Tagesausgabe der Saarbrücker Zeitung, eine Kopie des Bauscheins, eine 1 Cent-Münze und eine Schutzmaske wandern in die stählerne Hülle. Dann wird die Zeitkapsel ins vorbereitete Mauerwerk hinabgelassen und Gesundheitsministerin Bachmann greift zu Kelle und Mörtel, um den Grundstein zum jüngsten Neubau der SHG-Kliniken Völklingen zu verschließen. Rund 29 Millionen Euro investiert der SHG-Konzern in zwei neue Intensivstationen mit insgesamt 42 Betten am Völklinger Krankenhaus.

Im November 2021 sollen sie in Betrieb gehen. Das Saarland fördert den Neubau mit 7,8 Millionen Euro.

„Wir sind gut im Zeitplan“, freute sich SHG-Geschäftsführer Bernd Mege bei der Begrüßung der Gäste im Erdgeschoss des Rohbaus, in dem auch während der kurzen Zeremonie fleißig weitergearbeitet wird. Derzeit laufen Installationsarbeiten für die Gebäudetechnik, zahlreiche Handwerker sind am Bau beschäftigt. Viele Betriebe aus der Region haben Aufträge bekommen.

Die SHG baut für die Zukunft, für eine noch bessere Patientenversorgung und auch für verbesserte Arbeitsbedingungen für die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Die Investitionsentscheidung war richtig und gut“, betont SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo. „Die SHG-Kliniken Völklingen haben gut gewirtschaftet und somit die Voraussetzungen hierfür geschaffen“. Da allerdings die Finanzmittel endlich seien und die Rahmenbedingungen sich weiter verschärften, sei zukünftig auch der Bund gefordert, die Investitionsbedingungen für Krankenhäuser allgemein zu verbessern.

Gesundheitsministerin Bachmann ging in ihrer Ansprache auch auf die Corona-Pandemie ein und mahnte weiterhin zur Vorsicht: „Es ist noch nicht vorbei. Auch wenn wir vieles wieder hochfahren gilt es doch die Schutzvorgaben zu beachten“.

Das SHG-Klinikum Völklingen habe sich auch in seiner Rolle als eines von drei Covid-19-Schwerpunktkrankenhäusern im Saarland als verlässlicher Partner erwiesen, so Bachmann. Mit dem Neubau gelte es nun, die Voraussetzungen für zeitgemäße und zukunftsfähige Intensivmedizin zu schaffen.

Das dreigeschossige Bauwerk, das nach seiner Fertigstellung an die nebenliegenden Gebäude angeschlossen wird, lässt seine zukünftige Funktion allmählich erahnen. Die neuen Intensivstationen, eine Kardiologische Intensivstation mit 20 Betten und eine Operative Intensivstation mit 22 Betten, sind übereinander angeordnet, darunter liegt das Geschoss für Technik und Nebenräume.

Das hoch moderne Raumkonzept sieht jeweils zwei nebeneinander liegende und durch eine gemeinsame Schleuse zugängliche Einbettzimmer vor, gruppiert um zentrale Stützpunkte für das Personal. Kurze Wege ergeben sich auch durch die unmittelbare Anbindung der Stationen an die zentrale Notfallaufnahme, Herzkatheterlabors und OPs. red./jb

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