Enge Verbundenheit seit 25 Jahren

Britt Goedeking verlässt Christuskirche für neue Stelle in der Krankenhausseelsorge

NEUNKIRCHEN Um in der Krankenhausseelsorge in Vollzeit einen neuen Weg anzutreten, wird die Neunkircher Pfarrerin Britt Goedeking das Gemeindepfarramt verlassen. Zur offiziellen Verabschiedung im Gottesdienst am 1. September, 10 Uhr in der Christuskirche, ist die gesamte Gemeinde eingeladen.

25 Jahre Verbundenheit mit der Kirchengemeinde

Hoffnung und Freude empfindet Goedeking, wenn sie an ihre neue Tätigkeit denkt. Gleichzeitig bedauert sie, dass sie viel zurücklassen muss, was sie lange Zeit begleitet, gestaltet und mit aufgebaut hat. Fast 25 Jahre verbinden sie nun mit Neunkirchen und der Kirchengemeinde. In den ersten beiden Jahren leistete sie Hilfsdienst bei Pfarrer Udo Blank, danach war sie selbst Pfarrerin und führte die letzten vier Jahre den Vorsitz im Presbyterium.

Ihr Arbeitsplatz hat sich in dieser Zeit zweimal stark verändert. Zu Beginn war er die noch selbstständige Christuskirche, dann wurde diese mit der Pauluskirchengemeinde zusammengelegt und seit 2010 gibt es die große Stadtgemeinde Neunkirchen mit ihren vier Gemeindebezirken.

Auch unabhängig von diesen Veränderungen war Goedekings Tätigkeit immer sehr vielfältig. Sie verwaltete, hielt Gottesdienste und war in der Notfallseelsorge, die sie 2004 in Neunkirchen mit aufbaute, stets für andere Menschen da, die schockierende Situationen wie tragische Unfälle erlitten haben.

Arbeit in der Seelsorge für Familien und Kinder

Viel bedeutete ihr außerdem die Arbeit mit Familien und Kindern, für die sie ebenfalls Seelsorge leistete und religionspädagogische Begleitung im Kindergarten anbot. Auch hier wird man sich gegenseitig vermissen oder sich tröstlich darauf besinnen, dass wir alle manchmal neue Wege gehen und das nicht bedeutet, dass man einander verliert. So sagte eines der Kindergartenkinder beim Abschied: „Mach‘ dir nichts draus, ich komme ja jetzt auch in die Schule.“

Eine Tätigkeit mit vielen Facetten also, die ihr alle Spaß machten. „Diese Gemeinde ist mit mir durch dick und dünn gegangen, und ich mit der Gemeinde“, resümiert sie dankbar. „Das weiß ich zu schätzen und das macht mir den Abschied nicht einfach.“

Neue Vollzeitstelle in der Krankenhausseelsorge

Mit ihrem Weggang wird auch die vierte Pfarrstelle der Kirchengemeinde aufgehoben. Ihr neues Arbeitsgebiet hat Goedeking bereits seit Februar kennengelernt. Unter anderem wegen der stark angespannten finanziellen Lage der Gemeinde hatte der Kirchenverband angeboten, die freie Stelle in der Klinikseelsorge in der Klinik Kohlhof mit einer halben Pfarrstelle zu versorgen. Nachdem Goedeking diese Aufgabe gerne annahm, bekam sie später das Angebot, für eine Vollzeitstelle an den Marienhauskliniken Kohlhof und St. Wendel ganz in die Krankenhausseelsorge zu wechseln.

Die neue Tätigkeit macht ihr viel Freude. Dass sie in Zukunft weiterhin in Neunkirchen bleiben und Kontakt zu den Menschen halten kann, empfindet sie als Geschenk. Auch ein paar ihrer Aufgaben wird sie fortsetzen können, wie zum Beispiel den Open Air Motorradgottesdienst, der inzwischen eine feste und bekannte Institution geworden ist.sg

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