Energieversorgung und Trinkwasser

Anke Klein zieht eine erste Bilanz als Geschäftsführerin der Stadtwerke Netz

VÖLKLINGEN Auf gute Netzwerke legt Anke Klein Wert: Als Diplom-Kauffrau ist sie jetzt mit ihrem Geschäftsführer-Kollegen Dirk Scheffner nicht nur verantwortlich für 1170 Kilometer Energie- und Trinkwassernetze, sondern auch für 57 Mitarbeiter, die es gut zu vernetzen gilt.

Anke Kleins Aufgabenschwerpunkt ist der kaufmännische Bereich, wozu auch das Regulierungs- und Energiedatenmanagement gehören. Dirk Scheffner ist für den technischen Bereich verantwortlich. Gemeinsam sind sie zuständig unter anderem für Personal, Risikomanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Datenschutz, Arbeitssicherheit und Unternehmensentwicklung der SWV Netz GmbH.

Nach drei Monaten in ihrer neuen Funktion zieht Anke Klein ein erstes Resümee:

„Die Stadtwerke haben eine tolle Mannschaft und brauchen nun, nach allem was sie in den letzten Jahren durchgemacht haben, ruhigeres Fahrwasser und Konstanz in der Führung“.

Dazu wolle sie weiterhin als Geschäftsführerin der Netzgesellschaft beitragen.

Als große Herausforderungen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der SWV Netz sieht Anke Klein den absehbaren Fachkräftemangel, die Automatisierung und Digitalisierung.

„Das Wichtigste ist nun, ein Team um sich zu wissen, das gemeinsam an einem Strang zieht und die Zukunft des Unternehmens aktiv mitgestalten will“, sagt sie.

Im Umgang mit ihren Mitarbeitern sind ihr Vertrauen, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung sehr wichtig. Zunächst möchte sie alle Mitarbeiter kennenlernen, um gemeinsam mit ihrem Kollegen Dirk Scheffner und dem Betriebsrat ein zukunftsweisendes Personalkonzept zu entwickeln.

„In den nächsten Jahren werden aufgrund der Altersstruktur einige sehr erfahrene Mitarbeiter ausscheiden. Diese müssen wir durch kompetente, den künftigen Anforderungen gewachsene Mitarbeiter ersetzen und dabei den Wissenstransfer und die Qualität in den Übergangszeiten gewährleisten“.

Erfolgsfaktor Effizienz

Parallel zur Personalsicherung werde die Stadtwerke Völklingen Netz GmbH die Digitalisierung und Automatisierung vorantreiben, um die Effizienz zu erhöhen. Denn auf Energienetzgesellschaften kämen mit der sogenannten Anreizregulierung ganz neue Herausforderungen zu. Bei dieser Art der Regulierung werden die Erlösobergrenzen für den Netzbetrieb von der Regulierungsbehörde festlegt und tendenziell in Schritten gesenkt. In 2019 beginnt beispielsweise die dritte Regulierungsperiode Strom; das heißt, die Netzgesellschaften – auch die SWV Netz – müssten mit Kürzungen rechnen. „Für uns bedeutet das, wir müssen noch effizienter arbeiten, um die Kürzungen aufzufangen und so weiterhin positive Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften“, erläutert Anke Klein. Jährlich investiert das Unternehmen rund drei Millionen Euro in den Erhalt, die Wartung und den zukunftsfähigen Ausbau seiner Netze.

Energieversorgung ist für Anke Klein nichts Neues. Die erfahrene Managerin ist bereits seit zehn Jahren Prokuristin der energis GmbH in Saarbrücken, einem Unternehmen der VSE-Gruppe. Den Übergang des technischen Bereiches der energis GmbH in die energis-Netzgesellschaft hat sie als Geschäftsführerin begleitet. Vor energis war Anke Klein in einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig und dort ebenfalls spezialisiert auf die Energiebranche. red./am

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