Eisenerzeugung in unserer Region

Städtisches Museum Saarlouis lädt ein zu Vorträgen mit Dr. Ing. Matthias Kremer

SAARLOUIS Das Städtische Museum Saarlouis lädt alle Interessierten ein zu einer kleinen Vortragsreihe über die Geschichte der Eisenerzeugung in unserer Region

Referent Dr. Ing. Matthias Kremer beschäftigt sich am Dienstag, 3. März, mit der Technikgeschichtlichen Entwicklung der Eisenerzeugung: „Vom Rennfeuer zum Hohen Ofen“.

Eine Woche später, am Dienstag, 10. März, widmet sich der Experte dem Thema „Gusseiserne Takenplatten – Produkte unserer heimischen Eisenindustrie über vier Jahrhunderte“.

Beide Vorträge finden im Städtischen Museum, Alte Brauerei Straße 1, statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei

Technikgeschichte

Der erste Vortrag gibt einen Einblick in die technikhistorische Entwicklung der Eisenerzeugung, die um 700 v. Chr. in unserer Heimat begann. Er beschreibt die Verhüttungstechniken der römischen Eroberer, die wie in so vielen Bereichen auf dem Gebiet der Berg- und Hüttenkunde die Lehrer unserer Vorfahren wurden.

Es wird erklärt, wie die technischen Entwicklungen im Hochmittelalter schließlich im 15. Jahrhundert zur Geburtsstunde des Eisengusses führten.

Es werden die bahnbrechenden Erfindungen der folgenden Jahrhunderte erläutert und aufgezeigt, dass wir nach fast dreitausend Jahren heute vor einer revolutionären Veränderung in der Technik der Eisenerzeugung stehen, nämlich der CO2-neutralen Verhüttung mit Hilfe von Wasserstoff.

Takenplatten

Um gusseiserne Takenplatten geht es im zweiten Vortrag. Die Kamin- und Ofenplatten gehören zu den Hausratsgegenständen vergangener Zeiten. Leider wissen mittlerweile nur noch sehr wenige Menschen unserer „modernen Zeit“ von diesen Schätzen, die das Leben unserer Vorfahren über Jahrhunderte begleitet haben.

Sie sind aus der Mode gekommen, veraltet, verstaubt, vermeintlich unattraktiv und zunehmend von den Menschen – auch in unseren Museen – vergessen.

Dabei ist das heimatkundliche Potenzial gewaltig, weiß Dr. Kremer. Sein Vortrag gibt einen Einblick in diese einmaligen Kulturgüter, die Kultur, Kunst und Technik unserer Heimat über einen Zeitraum von 400 Jahren dokumentieren.

red./am

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