Einsatzszenario voll im Griff

Erfolgreiche Jahreshauptübung der Werkfeuerwehr Saarstahl Völklingen/Burbach

VÖLKLINGEN Ihre Leistungsfähigkeit hat die Werkfeuerwehr Saarstahl Völklingen/Burbach bei der Jahreshauptübung eindrucksvoll demonstriert. Eingeübt wurden auch die Koordination aller Einsatzkräfte und die Kooperation mit den Behörden. In dem fiktiven Szenario galt es, den durch Schweißarbeiten ausgelösten Brand an einer Lok zu löschen.

Dabei stand die Werkfeuerwehr weiteren großen Herausforderungen gegenüber. So hatten mehrere Mitarbeiter durch die Rauchentwicklungen im Bereich Kranwerkstatt die Orientierung verloren und konnten den Fluchtweg nicht mehr finden.

Besonders problematisch war die Situation für einen Mitarbeiter, der laut Übungsszenario auf der Flucht in eine KFZMontagegrube gefallen ist. Nach einiger Zeit griff der Brand durch die Wärmekonvektion der Rauchgase auf das Dach über und breitete sich dort aus.

Die Einsatzkräfte rückten zügig an und begannen fachmännisch mit ersten Einsatzmaßnahmen. Der Brand an der Lok wurde zur Hallenseite hin abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Zudem war es möglich, den in die KFZ Montagegrube gestürzten Mitarbeiter im Rahmen der ersten Einsatzmaßnahmen durch Rettungshaube und Atemschutznotfalltasche mit Atemluft zu versorgen. Nachdem die Wasserversorgung hergestellt war, konnten sowohl der Brand an der Lok als auch der Brand in der Kranwerkstatt gelöscht werden.

In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen konnte das in Brand geratene Dach durch den Einsatz von zwei Drehleitern ebenfalls gelöscht werden.

Gleichzeitig wurde der abgestürzte Mitarbeiter mit Hilfe einer Schleifkorbtrage gerettet. Auch die übrigen Mitarbeiter konnten im Zuge der Personensuche gefunden und anschließend durch Unterstützung des Werksarztes versorgt und betreut werden.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, dass die Mannschaft auch in extremen und besonderen Situationen richtig handelt und den Umgang mit teils hochkompliziertem technischen Gerät beherrscht und dank der hervorragenden Kooperation und Koordination mit den internen und externen Partnern bestens auf den Ernstfall vorbereitet ist.

Die Jahreshauptübung knüpft damit an ein erfolgreiches Jahr der Werkfeuerwehr an, die seit der Jahreshauptübung im vergangenen Jahr 264 erfolgreiche Einsätze bestritt.

Für Brandmeister Klaus Theisen ist dieses Jahr ebenfalls ein besonderes, da ihm für seine 40- jährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes im Anschluss an die Jahreshauptübung verliehen wurde.

Weitere 32 Werkfeuerwehrleute wurden im Rahmen der Veranstaltung befördert. red./am

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