Einen „Ur-Nalbacher“ geehrt

SPD Nalbach verleiht beim Neujahrsempfang des Bürgerpreis an Franz Schumacher

NALBACH Bei ihrem Neujahrsempfang hat die SPD Nalbach ihren traditionellen SPD-Bürgerpreis an Franz Schumacher verliehen. Schumacher hat sich vor allem durch sein Engagement im musisch-kulturellen Bereich verdient gemacht.

Die Stimmung unter den zahlreichen Besuchern, die zum Neujahrsempfang in die alte Turnhalle im Rathaus Nalbach kamen, war gut.

2019 stand im Zeichen der demokratischen Teilhabe

Nach der Begrüßung des Ortsvereinsvorsitzenden Patrick Müller zog Ortsvorsteher Albert Steinmetz Bilanz zu einem bewegten Jahr: 2019 stand im Zeichen der demokratischen Teilhabe – es war geprägt durch eine lange Liste an Wahlen, darunter auch die Kommunal- und Bürgermeisterwahl. Er gab aber auch einen Ausblick auf das neue Jahr und die Projekte, die der Gemeinde Nalbach noch bevorstehen. So fand bereits im letzten Jahr der Spatenstich zum Neubau des Kindergartens statt, nachdem der Gemeinderat dem Bauantrag zugestimmt hatte.

Auch die weitere Ansiedlung von Firmen im neuen Gewerbegebiet Primsaue II ist für Nalbach ein wichtiges Projekt. Lebendige Ortskerne erhalten auch lebendige Strukturen in der Gemeinde, sei es für Vereine, Familien, Jugend- oder Seniorenarbeit. „Nachdem bereits das Kirchenumfeld und der Hubertusplatz neu gestaltet wurden und dort im letzten Jahr erfolgreich die Kirmes stattfinden konnte, werden wir uns jetzt um einen sicheren Schulweg und die Verbesserung der Verkehrssituation an der Kreuzung am Hubertusplatz kümmern“, sagte Steinmetz.

Gespannt warteten die Besucher auf die Verkündung des Preisträgers des traditionellen SPD-Bürgerpreises. In diesem Jahr ging er an einen „Ur-Nalbacher“, 1937 geboren, mit einem bewegten Leben. Franz Schumacher, der nach Handwerkerlehre, Meisterprüfung und Abitur ein Studium an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes in den Fächern Grundschuldidaktik und Politische Bildung absolvierte, wurde dann zunächst in Losheim und im Anschluss in Nalbach Lehrer. Die Musik prägte sein Leben. Er war nicht nur zeitweise Vorsitzender des Kirchenchors in Nalbach, sondern schlug auch den Weg einer Gesangsausbildung bei Marianne Paul und Claudia Dylla ein. Er wirkte im Saarländischen Staatstheater in die Meistersinger von Nürnberg mit und hatte viele weitere solistische Tätigkeiten über die deutschen Grenzen hinaus.

In Nalbach galt sein besonderes Engagement der Musik der Generationen: Seit mehr als 35 Jahren leitet er das Blockflötenensemble in Nalbach und füllt das Rathaus mit seinen Konzertabenden.

Leidenschaft für die besondere Kultur der Musik

„Seine Leidenschaft für die besondere Kultur der Musik bereichert unsere Gemeinde. Ihm gebührt Dank und Anerkennung für sein außergewöhnliches Engagement“, erklärte Steinmetz bei der Übergabe des Preises.red./ti

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