Eine Welt ohne Insekten?

Dr. Steffen Caspari referiert in Schiffweiler über und gegen das Insektensterben

SCHIFFWEILER Wie sähe die Welt ohne Insekten aus? Wahrscheinlich wüst und leer.

Denn die „heimlichen Herrscher“ der Erde erfüllen wichtige Aufgaben im Haushalt der Natur: Sie garantieren reiche Ernten durch die Bestäubung von Kulturpflanzen. Sie produzieren Nahrungsmittel wie zum Beispiel die Honigbiene oder Rohstoffe wie der Seidenspinner. Sie zersetzen die Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere und bauen so fruchtbaren Boden auf. Nicht zuletzt sind sie Nahrung für größere Tiere.

Insekten sind allgegenwärtig: Von den über eine Million bislang beschriebenen Tierarten gehören drei Viertel zu den Insekten oder Kerbtieren. Allein in Europa gibt es mehr als 100000 Insektenarten. Doch leider gehen ihre Bestände insgesamt immer weiter zurück. Sie kämpfen zunehmend mit den Folgen einer intensiven Landwirtschaft, der Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume und einer großflächigen Anwendung von Insektiziden und Pestiziden durch den Menschen.

Das Thema wird inzwischen intensiv in den Medien und endlich auch in der Politik diskutiert. Gibt es nun ein Insektensterben oder nicht? Wie lässt es sich beweisen? Welche Auswirkungen hat der Rückgang der Insekten auf uns Menschen und die Natur? Kann man das Insektensterben aufhalten? Fragen, auf die Dr. Steffen Caspari, der stellvertretende Leiter des Zentrums für Biodokumentation in Landsweiler-Reden, Antworten zu geben versucht. Und zwar im öffentlichen Teil der Mitglieder-Versammlung der Gruppe Schiffweiler des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) am Dienstag, 2. April, 20 Uhr, im Nebenzimmer der Mühlbach-Halle. Dabei wird der Referent auch mögliche Perspektiven aufzeigen, wie sich das Insektensterben eindämmen lässt. Letztlich kann jede(r) Einzelne zum Fortbestand der Insekten und somit zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen. red./hr

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