Eine Reise durch saarländische Orte

Kunstprojekt „Nachtruf“ zu Gast im Brauereikeller in Walsheim

WALSHEIM In Zeiten der Corona-Krise brechen die Ausstellungsmöglichkeiten der Kunstschaffenden weg. Dadurch verschwindet die Kunst aus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb hat die Saarbrücker Künstlerin Leslie Huppert zusammen ihrem Assistenten, Henri Rohr, ein Projekt ins Leben gerufen und weitere Künstlerinnen und Künstler eingebunden, die sich bereit erklärt haben, ihre Arbeiten (Videos, Bilder, Zeichnungen) zur Verfügung zu stellen.

Die Bilder wurden dann zu einem Stop-Motion-Video zusammengeschnitten und alle Videos wurden zu mehreren Streams zusammengefügt. Diese Zusammenschnitte werden dann an Hauswänden oder an speziellen öffentlichen Orten wie Burgen, Kapellen, Schlössern oder Kirchen auf Wände projiziert und der Öffentlichkeit präsentiert. Nach Stationen z. B. in den Kasematten in Saarbrücken oder dem Wintringer Hof in Kleinblittersdorf werden die Kunstwerke nun am 23. Juli ab 20 Uhr im Brauereikeller in Walsheim gezeigt.

Es nehmen mittlerweile 22 regionale und internationale Künstler teil, darunter auch die Walsheimer Künstlerin Mane Hellenthal. Die Initiatorin vergleicht das Projekt „Nachtruf“ mit einer virtuellen Karawane, die Kollegen mit auf eine Reise durch die saarländischen Orte nimmt und ähnlich den früheren Schaustellern die Kunst in die Orte bringt, egal ob in Dörfer oder Städte.

Zukünftig ist eine Ausweitung des Projektes auf die gesamte Großregion geplant. Mit dabei sind: Claudia Brieske, Klaus Harth, Mane Hellenthal, Leslie Huppert, Vera Kattler, Greta Mendez (London/ Tobago), Veronika Olma, Karen Ostrom (Kanada/USA), Dirk Rausch, Gertrud Riethmüller, Armin Rohr, Henri Rohr, Klaudia Stoll, Claudia Vogel, Efrat Zehavi (Israel/Niederlande).red./dos

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