Eine neue Heimat für einen Serval

Die Kleinkatze wurde in der Auffang- und Pflegestation Tierart aufgenommen

MASSWEILER Der Verein Tierart hat einen neuen Bewohner. Der Verein erhielt eine Anfrage vom Amt für Umwelt- und Naturschutz in Siegburg wegen der Unterbringung eines männlichen Servals.

Der 1999 gegründete Verein hat auf dem früheren US-Militärgelände in Maßweiler eine Auffang- und Pflegestation für verletzte oder verwaiste Wildtiere und beschlagnahmte Exoten errichtet. Die Wildkatze wurde im vergangenen Dezember in Deutschland in der freien Wildbahn gesichtet und im Januar diesen Jahres eingefangen, informiert die Diplom-Biologin des Vereins Tierart, Eva Lindenschmidt.

Servale sind in Deutschland nicht heimisch. Wahrscheinlich ist diese potenziell gefährliche afrikanische Kleinkatze einem Züchter oder Privathalter entwischt oder sogar ausgesetzt worden. Das Tier hatte keinen Microchip und wurde auch nicht als „vermisst“ gemeldet, weshalb die Herkunft der Kleinkatze somit unklar ist, vermutet die Diplom-Biologin. Als Übergangslösung wurde das Wildtier an einem sicheren Ort untergebracht und professionell versorgt. Bevor eine Aufnahme bei Tierart möglich war, musste der Serval vorschriftsmäßig entwurmt, geimpft und mit einem Microchip versehen werden.

Die zuständige Veterinärbehörde erteilte jetzt die Erlaubnis, den Serval in der Großkatzenstation der Tierart aufzunehmen. In Kooperation mit dem Projekt Luchs Life, welches die Wiederansiedlung des Luchses in Rheinland-Pfalz und den Nordvogesen verfolgt, entstand auf dem Tiergelände des Vereins 2016 eine Luchsanlage, wo auch verletzte oder kranke Tiere aus diesem Projekt zur Versorgung untergebracht werden. rb

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