Eine Maske in den Grundstein eingefügt

Auf dem Sonnenberg entsteht die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie

SAARBRÜCKEN Gemeinsam mit der SHG-Führungsspitze hat Gesundheitsministerin Monika Bachmann den Grundstein für die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Saarbrücker Sonnenberg gelegt. Das Land fördert den Neubau mit rund neun Millionen Euro. Die 39 stationäre und 15 Tagesplätze umfassende naturnahe Klinik soll im Oktober 2021 in Betrieb genommen werden, erklärte SHG-Geschäftsführer Bernd Mege vor einem wegen der Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie bewusst klein gehaltenen Kreis geladener Gäste.

Notwendig geworden war der Neubau, nachdem das bisherige Domizil der KJP in Kleinblittersdorf bei einem Unwetter vor zwei Jahren so großen Schaden genommen hatte, dass man zeitweise sogar ein Ausweichquartier beziehen musste. Die Kosten für eine grundlegende Sanierung wären sehr hoch gewesen, zudem biete der Sonnenberg eine Reihe von Synergieeffekten, betonte SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo.

Mit dem jetzt neu entstehenden zweigeschossigen Flachbau wird es auch mehr Platz für Therapie geben, eine Schule und eine Turnhalle, Therapie-Garten, Außenküche und Grillplatz. Die Gesamtinvestitionskosten sind mit 13,25 Mio. Euro veranschlagt.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie sei ein wichtiger Teil in der Versorgungsstruktur, betonte Ministerin Bachmann in ihrem Grußwort. Im Saarland werden in diesem Bereich aktuell 71 vollstationäre Betten vorgehalten, davon verfügen die SHG-Kliniken Sonnenberg mit 43 Betten über die größte Fachabteilung. „Vor diesem Hintergrund war es uns bei der Erstellung des Krankenhausplans 2018 bis 2025 ein wichtiges Anliegen, die SHG-Klinik als Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie auszuweisen sowie eine Erhöhung der Kapazitäten um rund 30 Prozent vorzunehmen“, erläuterte Bachmann. Damit würden auch die Wartezeiten verkürzt.

Zur gemeinsamen Grundsteinlegung hatten dann alle wieder ihre Masken auf. Eine solche liegt jetzt neben der Tagesausgabe der Saarbrücker Zeitung und Münzen auch in der kupfernen Zeitkapsel, die in den Grundstein eingebracht wurde – als mahnende Botschaft für die Nachwelt. red./tt

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