Eine lange Lebensgeschichte

Werner Roeder feierte seinen 100. Geburtstag

ST. INGBERT Anfang Februar feierte der St. Ingberter Werner Roeder seinen 100. Geburtstag. Rüstig ist er, liest täglich seine Zeitung und schaut sich die Nachrichten im Fernsehen an. „Ich muss ja schließlich wissen, was in der Welt passiert“, erzählte der Jubilar und freut sich über die Besucher, die alle mit ihm am Küchentisch sitzen.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten auch Prof. Dr. Ulli Meyer, Oberbürgermeister der Stadt St. Ingbert, Ulrike Mauß, die als Kreisbeauftragte in Vertretung des Landrates kam, und die Ortsvorsteherin von St. Ingbert-Mitte, Irene Kaiser.

„Es war mir ein besonderes Anliegen, Ihnen heute persönlich zu gratulieren. Es ist eine besondere Gnade, dieses gesegnete Alter zu erreichen. Und wenn man den Geburtstag noch zuhause mit der Familie und mit Freunden feiern darf, dann ist es wirklich ein besonderer Tag“, gratulierte Dr. Ulli Meyer.

Ursprünglich stammte Werner Roeder aus der Wiesenstraße, wo er mit einer Schwester aufwuchs. „Meine Jugend war Krieg, das war damals halt so“, erinnert sich Werner Roeder, der mit 20 Jahren als Soldat eingezogen wurde. Nach vierjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland kehrte er in die Heimat zurück und begann eine Lehre als kaufmännischer Angestellter. In den Nachkriegsjahren lernte er seine Frau kennen und nach der Hochzeit zogen sie in deren Elternhaus auf dem „Roten Flur“. Dort wohnt er auch heute noch in einem der kleinen Siedlungshäuser. Dank einer Haushaltshilfe, die sich ehrenamtlich um die tägliche Betreuung kümmert, kann Werner Roeder auch nach dem Tod seiner Frau noch im eigenen Haus bleiben.

Außerdem besucht ihn zwei Stunden in der Woche ein Alltagsbegleiter, der ebenfalls für sein Wohlergehen sorgt. Alles in allem sei er zufrieden und könne nicht klagen, so der Senior. red./jj

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