„Eine gute Nachricht für Homburg“

Neues Stadtquartier auf DSD-Gelände nimmt Konturen an

HOMBURG Gerade erst waren auf dem DSD-Gelände in Nachbarschaft zum Forum wieder Rodungen durchgeführt worden, die eindrucksvoll die Größe dieser Industriebrache vor Augen führen und klar machen, wie dringlich eine Neunutzung ist, um diesen unschönen städtischen Teil mit Leben zu füllen. Der Stadtrat hat dazu jetzt einstimmig die Weichen gestellt. Bürgermeister Michael Forster sprach von einem „guten Tag für Homburg und einer guten Nachricht für Homburg“. Die Saarbrücker Munitor Gruppe und die DSD Asset Management GmbH in Essen, der das Gelände gehört, wollen 18 von insgesamt 29 Hektar im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Westlich des Forums“ in ein modernes Stadtquartier umwandeln mit einem standortverträglichen Mix aus Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen und Versorgung. Dazu ist zunächst die Änderung des Flächennutzungsplanes nötig. Einer solchen stimmte der Stadtrat zu, der auch an dem von Claudia Lennartz, Geschäftsführerin des Planungsbüros Agsta-Umwelt, vorgelegten Bebauungsplan-Entwurf nichts zu kritisieren hatte. Die Planung berücksichtigt auch die mögliche künftige Trasse der B423-Umgehung, bindet das neue Stadtquartier zunächst aber über die frühere DSD-Werkseinfahrt an der Saarbrücker Straße an, so dass die Erreichbarkeit des entstehenden Wohn- und Gewerbegebietes schon früh gewährleistet werden könne, so Lennartz im Stadtrat.

Im Westen des zu planenden Areales – das ist eine Forderung der Landesplanung – wird ein Gewerbegebiet entstehen, ebenso im nördlichen Bereich, der schon zuvor gewerblich genutzt war. Entlang der Forums-Straße soll ein Gebiet mit eingeschränkter gewerblicher Nutzung und Dienstleistungen entstehen. Hier soll in einem Teilbereich auch Handel möglich sein mit einem Sortiment, das sich nicht schädlich auf die Innenstadt auswirkt. Zentral dazwischen gelegen ein größeres Wohngebiet, das im Inneren eher aufgelockerter gestaltet wird und zur Straße „Am Stadtbad“ hin verdichtet werden soll. Dort ist auch ein Kreisel an der künftigen B423-Umgehung vorgesehen. Wunsch im Bau- und Umweltausschuss war es, dass größere Dächer begrünt werden sollen. Dem hatte Patrick Müller, Geschäftsführer der Munitor Gruppe, zugestimmt in jenen Fällen, wo es sich um Flachdächer bis maximal 200 Quadratmeter handelt. Insgesamt werde das neue Stadtquartier von den vorgesehenen Straßen strukturiert und durch Grünflächen ergänzt, so Lennartz. Was die Bodenaltlasten betrifft sagte auf Anfrage Bürgermeister Forster, dass im Falle einer Projektumsetzung keine Kosten auf die Stadt zukommen.rk

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