Eine ganz besondere Begegnung

Albertus-Magnus-Gymnasium per Videokonferenz verbunden mit dem Himalaya

St. Ingbert. Die Corona-Beschränkungen machen es in diesem Schuljahr nicht einfach, besondere Begegnungen zu ermöglichen. Umso attraktiver war die Möglichkeit, an einer Online-Veranstaltungsreihe des Netzwerks Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) zum Thema „Fünf Jahre Pariser Klimakonferenz“ teilzunehmen. Die Mitarbeiter des NES organisierten für uns eine Videokonferenz mit Lama Samten, einem buddhistischen Mönch aus Nordindien.

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland als Veranstalter

Dabei galt es zunächst, das Treffen vorzubereiten. Dazu diente eine Videokonferenz der bilingualen Lerngruppe der Stufe 7 mit ihrer Lehrerin Bärbel Zinsmeister einerseits und Johannes Weller und Florian Crosbie, der zunächst auf Französisch begrüßte, andererseits. Die beiden stellten Lama Samten vor und erklärten, wie die Diskussion mit ihm ablaufen sollte. Um möglichst viele Informationen in einer Schulstunde zu erhalten, erarbeitete Kleingruppen Fragen. Diese wurden anschließend von allen Gruppen vor der Kamera vorgetragen und von Florian Crosbie gesammelt, der sie dann an Lama Samten weitergab.

Eine zweite Videokonferenz ermöglichte die Begegnung mit Lama Samten. Er zeigte den Siebtklässern Fotos aus seiner Heimat, vom Kloster, den Gebirgslandschaften, den Menschen und Häusern und erklärte die Veränderungen. Im Himalaya erleben die Menschen den Klimawandel seit einigen Jahren ganz drastisch, denn im Gegensatz zu früher schmilzt der Schnee auch auf den Gipfeln von über 5 000 Metern komplett ab. Das wiederum führt zu Wassermangel, denn normalerweise steht in der warmen Jahreszeit das Wasser der Gletscherflüsse zur Verfügung. Und weil ein großer Teil der Bevölkerung in der abgelegenen Gegend im Nordwesten Indiens von der Landwirtschaft lebt (Getreide- und Gemüseanbau), ist das ein erhebliches Problem.

Aber kein Problem ohne Lösung: Indische Ingenieure haben die sogenannten „Ice Stupas“ erfunden. Wenn es kalt genug ist, wird Wasser senkrecht nach oben über ein Drahtgestell versprüht und gefriert dort zu einem künstlichen Eisberg, der bei wärmeren Temperaturen langsam abschmilzt. Das Schmelzwasser kann dann in die Felder geleitet werden.

Aber nicht nur die Bilder aus einer unbekannten Welt beeindruckten. Auch gab Lama Samten, der hervorragend Deutsch spricht, Einblicke ins Klosterleben und das Leben überhaupt im Norden Indiens, wo es völlig normal ist, mehrere Kilometer zu Fuß zu gehen, um das benötigte Trinkwasser zu holen. Die Region Ladakh ist schon immer eine trockene Region, in der Wasser wertvoll ist.

Die buddhistischen Klöster wollen hier auch ihrer Verantwortung gerecht werden, die Region klimafreundlich voranzubringen, z.B. mit dem Einsatz von Photovoltaik oder auch mit Baumpflanzaktionen. red./jj

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