Eine Erfolgsgeschichte

Das CJD Homburg: Ein Blick zurück und einer nach vorne

Homburg. 2020 war für alle ein gutes Stück Arbeit mehr als sonst, verbunden aber mit genauso vielen schönen Momenten – auch für das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) wie am Ende des Schuljahres mit einigen landesbesten Azubis. Schaut man nach vorne ins Jahr 2021, so steht gleich am Anfang ein bundesweit einheitliches, neues, modernes Erscheinungsbild auf der Tagesordnung.

Ali Reza Qurbani hat in seiner Kochprüfung 2020 unter 60 Prüflingen die zweitbeste praktische Kochprüfung abgeschlossen. Der 21-Jährige kommt aus Afghanistan und flüchtete 2008 mit seinem Onkel aus seiner Heimat. Über mehrere Stationen landete er zuerst im CJD-Kinderhaus Contwig, absolvierte in der IGS in Contwig 2017 seinen Hauptschulabschluss und begann dann seine Ausbildung zum Koch im CJD Homburg.

Nach der Prüfung im Sommer 2020 wurde er direkt mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag im CJD-Café Zauberlehrling eingestellt. Dort arbeitet er jetzt. Seit 2018 lebt er selbstständig in einer eigenen Wohnung in Homburg-Schwarzenbach. Für Ali ist die Welt zurzeit in Ordnung: „Ohne die zahlreichen Unterstützungen der CJD-Mitarbeiter hätte ich es nicht so weit geschafft. Jetzt möchte ich richtig arbeiten, das Abitur nachmachen, mich beruflich weiterbilden, den begonnenen Führerschein erfolgreich beenden und nach zwölf Jahren meine Mutter wieder persönlich treffen“.

Alle profitieren

Norbert Litschko: „Im CJD schaffen Menschen gemeinsam etwas, von dem alle profitieren.“ Ali ist ein gutes Beispiel für eine der vielen Erfolgsgeschichten des CJDs. Erfolgsgeschichten, die benachteiligte Jugendliche ganzheitlich ausbilden und individuell fördern, so dass sie eine IHK-zertifizierte Ausbildung absolvieren und auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Stelle finden.

Der Jugendliche aus Afghanistan durchlief insgesamt vier unterschiedliche CJD-Stationen. Das gesamte CJD-Netzwerk ist der Bevölkerung so nicht bekannt. Das spiegelt sich nicht nur im äußersten Südwesten, sondern deutschlandweit ab, wo beispielsweise auch leistungsorientierte Gruppen gefördert werden. Anfang 2021 soll sich das ändern: „Im CJD kommen in ganz Deutschland viele Menschen zusammen. Alleine 10000 Mitarbeiter. Daraus entsteht Wirkung, unter den Standorten, unter den Mitarbeitern, den Kunden, den zuweisenden Organisationen, den Eltern und den Partnern“, erklärt Geschäftsführer Norbert Litschko das nicht ganz einfache Konstrukt. Und: „Im CJD schaffen Menschen gemeinsam etwas, von dem alle profitieren“. Der neue Slogan für das CJD Deutschland heißt deshalb auch „Das Zusammen wirkt!“

Neuer CJD-Slogan

Dieses Zusammenwirken wird ab 2021 mit einer sogenannten „Marke“ landesweit nach außen sichtbar gemacht werden. Aus dem bekannten Slogan „Die Chancengeber. Keiner soll verloren gehen“ wird „Das Zusammen wirkt.“ Das Logo wird in seiner Form in einem modernen Design ähnlich bleiben, mit einer klaren Linie und einer anderen Farbe.

Immer mit dem Ziel, Außenstehenden klar zu machen, die Marke CJD bietet immer die gleiche Qualität, Fachlichkeit und vor allem die gleichen Werte, egal mit welcher der zahlreichen Einrichtungen man es gerade zu tun hat.red./dos

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