Eine bedarfsgerechte Wohnwelt

Spatenstich für Projekt Kanda-Park des Diakoniezentrums Primasens

ZWEIBRÜCKEN Gemeinsam mit den Partnern Stadt Zweibrücken, GeWoBau, Herzog-Stiftung und neu mit der Sparkasse Südwestpfalz setzt das Diakoniezentrum in Pirmasens in der ehemaligen Canada-Siedlung, heute Kanda-Park in Zweibrücken, in diesem Jahr ein weiteres Quartier-Entwicklungskonzept um.

Als Anlaufstation und Heimat für 78 Senioren in der vollstationären- und der Kurzzeitpflege. Im September diesen Jahres feierte das Diakoniezentrum mit dem Spatenstich für das Haus Kana die Errichtung einer bedarfsgerechten Wohnwelt. Ergänzend zu der stationären Altenhilfeeinrichtung sollen eine integrierte Tagespflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz und zirka 20 Plätzen, ein Servicewohnen mit zirka 15 bis 20 Wohneinheiten sowie ein Quartierzentrum mit Cafeteria und Grünflächen als Begegnungsstätte des Quartiers entwickelt werden.

Daneben bietet das als eigenständiges Gebäude eingebettete Wohnen die Möglichkeit auf eine intensive, ambulante und pflegerische Versorgung in den eigenen vier Wänden. Kern des Konzeptes ist ein bedarfsorientierter Ansatz im Quartier. Pfarrer Norbert Becker, Theologischer Vorstand des Diakoniezentrums erklärt, dass es nicht darum geht, einfach eine Pflegeeinrichtung auf die grüne Wiese zu stellen, in der die Bewohner gut versorgt werden. Der Einzug in das Pflegeheim solle vielmehr eine Option unter vielen sein. Es gelte, Strukturen aufzubauen, in denen alte Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können.

Das Servicewohnen wird von der GeWoBau realisiert. Es ermöglicht das Wohnen in der eigenen Wohnung, hält aber die pflegerische Infrastruktur des Diakoniezentrums im Hintergrund bereit. Je nach Bedarf können die Bewohner diese abrufen. Darüber hinaus gibt es auch ein Wohncafé als Begegnungsstätte mit einer direkten Verbindung zum Haus Kana.

Neben den 70 neuen Arbeitsplätzen, die allein durch den Bau der Altenhilfeeinrichtung in Zweibrücken entstehen, trägt das Wohnprojekt entschieden mit zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung in der Stadt Zweibrücken bei. Für die gestalterische Planung wurden die Architekten Stein, Hemmes, Wirtz aus Kasel bei Trier und für die technische Ausführung das Büro Grub aus Zweibrücken beauftragt.

Die Eröffnung für die stationäre Altenpflegeeinrichtung im Haus Kana ist für den Spätherbst 2020 geplant. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen rund 18 Millionen Euro.rb

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