Eine Antibiotika-Alternative?

Vortrag über Kolloidales Silber beim Kneippverein Zweibrücken

ZWEIBRÜCKEN „Es ist immer gut, wenn man sich selbst helfen kann“, erklärte Jannie Burema, Vorsitzende des Kneippvereins Zweibrücken. Das gilt beispielsweise für die Herstellung und den Einsatz von kolloidalem Silber, das eine Alternative zu pharmazeutisch hergestellten Antibiotika darstellen kann.

Die Silberlösung erzeuge nahezu keine Resistenzen im Vergleich zu einem Antibiotikum. Außerdem ist Silber ein Allroundmittel. Es wirke bei sämtlichen Erregern ganz individuell, könne bei Viren, Bakterien, Pilzen und sogar bei Allergien eingesetzt werden. „Zudem unterstützt es die Wundheilung, indem es das Zellwachstum neuer Zellen fördert. Ganz fein verteilt (kolloidal) in destilliertem Wasser, ist es sowohl innerlich als auch äußerlich anwendbar. Es wirkt bei Menschen, Tieren, Pflanzen und sogar bei Schimmelpilzen auf Wänden und in Räumen“, führte die Apothekerin Katja Friedrich aus Höheischweiler aus.

90 Minuten lang folgten die interessierten Teilnehmer dem Vortrag „Kolloidales Silber als Antibiotika-Alternative?“ über dessen Herstellung, vielfältige Anwendung und Aufbewahrung. Die Apothekerin zeigte mit ihrem Elektrolysegerät, wie sich kolloidales Silber in jeder gewünschten Konzentration selbst herstellen lässt. Wichtig sei, es in Braunglas aufzubewahren, lichtgeschützt und verschlossen mit einem Deckel aus Kunststoff. Während Antibiotika wie Penicillin erst vor noch nicht einmal 100 Jahren entdeckt wurden, ist Silber seit der Antike und in allen Kulturen der Erde für seine entzündungshemmende Heilwirkung bekannt. Uraltes Wissen neu entdeckt.

So benutzte der Adel im Mittelalter Silberbesteck und schützte sich damit gleichzeitig vor Infektionen. „Eine Silbermünze in der Milch machte diese statt für wenige Tage für zwei Wochen oder sogar länger haltbar“, informierte Katja Friedrich. Auch im homöopathischen Bereich werde Silber eingesetzt, beispielsweise in Form von Argentum nitricum D6 bei Lampenfieber oder Nervosität. Sie empfiehlt, zu Beginn des Einsatzes ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker über die geplante Einnahme oder Therapie zu führen.

Ein Kurzfilm erklärte die eigene Herstellung mittels Elektrolysegerät und Silberstäben. „Fragen sie in Apotheken nach kolloidalem Silber“, ermunterte die Fachfrau. „Je mehr Menschen danach fragen, desto eher gelangt so etwas Wertvolles in den regionalen Verkauf und ist nicht mehr nur über das Internet zu bestellen“, bestätigte auch Jannie Burema.

Karola Schmidtchen wendet bereits seit längerem kolloidales Silber an, allerdings eher äußerlich. „Außer bei meiner Halsentzündung. Da wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen und habe es mir in den Rachen gesprüht. Am nächsten Morgen war alles wieder gut.“ Ihr hat der Vortrag viel Hintergrundwissen vermittelt. „Ich traue mich jetzt, es auch innerlich anzuwenden“, dankte sie Katja Friedrich für ihre wertvollen Informationen.

Weitere Termine beim Kneippverein: Donnerstag, 14. Mai, 19 Uhr, Waldvortrag mit Michael Miersch.

Donnerstag, 22. Mai, 10 bis 17 Uhr Hör-Erlebnis-Tag mit Hörgeräte Kehrel im Alten Tages-Café im Nardini-Klinikum, Anmeldung unter Tel. (06332) 8075982.red./dos

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