Ein Windrad zum Abschluss

Kitec-Projekt der Firma Bosch in der Kita Louise-Scheppler

ST. INGBERT Sie sind die Großen in der „Kindertagesstätte Louise-Scheppler“ in der Josefstaler Straße. Noch. Denn schon bald werden die „Maxi-Kinder“, wie sie dort genannt werden, die Einrichtung verlassen und eine Grundschule besuchen. Eine besondere Aktion so kurz vor dem Übergang wird ihnen aber mit Sicherheit als Erinnerung an die schöne Zeit in der Kita in Erinnerung bleiben.

Seit mehreren Jahren bekommt die Kita im Rahmen einer erfolgreichen Kooperation um diese Zeit regelmäßig Besuch von einer Gruppe junger Auszubildender des Bosch-Werkes in Homburg. „Kitec“ nennt sich das Projekt und bezieht sich auf eine sogenannte „soziale Woche“, in der die jugendlichen Auszubildenden am Ende des zweiten Ausbildungsjahres sich selbst ein Projekt aussuchen dürfen. Das müssen sie dann auch selbständig durchplanen, von der Idee bis zur Durchführung, beispielsweise mit Zeichnungen, Kalkulation, Einkauf, Anfertigungen. In insgesamt zehn Kindergärten sind danach zwei Gruppen mit je vier Auszubildenden jeweils eine Woche lang unterwegs, von Großsteinhausen zwischen Zweibrücken und Pirmasens bis eben St. Ingbert, um ihr Projekt mit den Vorschulkindern auszuführen.

Angehende Elektroniker und Industriemechaniker

In der St. Ingberter Kita entstanden so in den vergangenen Jahren z. B. schon Vogelhäuschen, Insektenhotels, Schatzkistchen und sogar Hochbeete. Alles aus Bausätzen, die es im Handel nicht zu kaufen gibt, gesponsert von Bosch. Diesmal hatten sich die angehenden Industriemechaniker und Elektroniker das Thema „Windräder“ ausgesucht. Die Erzieherinnen Susanne Süßdorf und Manuela Schmitt begleiten die Kinder. Da in diesem Jahr nur 15 „Maxis“ die Kita besuchen, konnten alle, aufgeteilt in Fünfergruppen mitmachen, sonst entscheidet das Los. Leonard Benecke, Jona Weigel, Kevin Heyn und Felix Hoffmann hatten an alles gedacht, auch den Sicherheitsaspekt nicht vernachlässigt. Für die Kinder hatten sie Mützen und Schutzbrillen zum späteren Behalten mitgebracht und führten beim Arbeiten mit dem Laubsägebogen die Hand. Klemmen fixierten das Holzbrettchen sicher am Tisch. Denn einzelne Teile des Windrades mussten noch ausgesägt werden. Dann wurde geschliffen, geschraubt und gehämmert. Das machte Spaß. Gut, dass für derlei Arbeiten ein eigener Raum zur Verfügung stand, sogar mit einer richtigen Werkbank darin. Stolz zeigten sich die Kinder, wenn zum Schluss noch ein kleines, vom Bosch-Projektteam ebenfalls vorbereitetes Schildchen mit dem eigenen Namen das voll funktionsfähige Werkstück krönte.all

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