Ein Wappen für den Stadtteil Roden?

Heimatverein Rodena präsentiert Entwurf um Gemeinschaftsgefühl zu stärken

RODEN Der Saarlouiser Stadtteil Roden soll ein eigenes Wappen erhalten. Hierfür setzt sich der Rodena-Heimatkundeverein ein. Der Verein hat bereits einen entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht.

Rodena-Vorsitzende Rosa-Maria Kiefer-Paulus: „Unserem Antrag haben wir einen Wappenentwurf beigefügt, den der Historiker Helmut Grein auf unsere Kosten unter Berücksichtigung von Grundsätzen der Heraldik gefertigt hat“.

Das symbolische Wappen könnten Vereine, aber auch Privatleute oder Unternehmen, auf Briefbögen oder sonstigen Schreiben nutzen, wodurch das Zugehörigkeitsgefühl zu Roden gestärkt wird, hofft Kiefer-Paulus.

Über den Antrag soll jetzt in der Rodener Quartierskonferenz beraten werden. Denn Oberbügermeister Peter Demmer hat den Verein darauf hingewiesen, dass nicht der Stadtrat, sondern die Quartierskonferenz über den Antrag auf Genehmigung eines Wappens entscheide.

„Rein rechtlich sind Stadtbezirke nicht berechtigt, ein eigenes Wappen zu führen“, klärt Sascha Schmidt, Pressesprecher der Stadt, den rechtlichen Rahmen.

Allerdings, so Schmidt, könne es sinnvoll sein, einem Stadtteil ein symbolisches Wappen zu verleihen, um damit eine identitätsstiftende Außenwirkung zu erreichen.

Historiker Grein erläutert die für das Wappen vorgesehenen Symbole: „Der gestümmelte Adler in Rot weist auf die einstige Zugehörigkeit von Roden zu Lothringen hin. Die drei Ähren stehen für die landwirtschaftliche Tradition, das schwarze Zahnrad für die Industrialisierung und die goldene Lilie erinnert an die französische Zeit“.

Ein silber-blau gespaltener Wellenbalken symbolisiere die Saar und gleichzeitig die Bedeutung des Flussübergangs für Roden. rgi

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